Antwort auf die Bemerkungen von L Lichtwitz betreffs der Abhandlung: Ober die Anomalie der Harnsäurelöslichkeit (kolloide Harnsäure). Von H. Schade und £. Boden. Mit einer Kurvenzeiebnung im Text. (Der Redaktion zugegangen am 12. Juni 1913.» In einer kurzen Ausführung dieser Zeitschrift (Bd. 84, S. 416—418t hat L. Lichtwitz ohne eigene Versuche, lediglich auf Grund einer theo¬ retischen Deduktion, der von uns dargestellten kolloiden Harnsäure1) jede Bedeutung für die Frage der Harnsäurelöslichkeit abgesprochen. Der Hauptgedankengang der Lichtwitzschen Kritik ist der folgende : Untersuchungen an ausfallenden und ausgefallenen Gallerten haben keinen Wert für die Fragen der Löslichkeit. Nur wenn die übersättigten Lösungen an sich schon kolloid waren, ist es berechtigt, von Einflüssen kolloider Art auf den Lösungszustand zu sprechen. Es wird daher die Frage, ob die übersättigten Harnsäure- resp. Uratlösungen kolloid sind, in den Vordergrund gestellt und sodann mit Hilfe der Befunde unserer eigenen Arbeit im verneinenden Sinne beantwortet. Hiermit aber ist nach der Beweisführung von L. Lichtwitz der Stab über unsere Arbeit gebrochen. Dieses verneinende Ergebnis war für Herrn Licht witz leicht zu gewinnen. Denn die Feststellung, daß bislang nichts Sicheres übet den kolloiden Zustand der Harnsäure- resp. Uratlösungen ausgesagt werden kann, ist nicht etwa eine Folgerung der Lichtwitzschen Über¬ legungen, sondern diese Feststellung ist von uns selber auf das deutlichste als das Resultat unserer experimentellen Unter- *) Diese Zeitschrift, Bd. 83, S. 347-380.