Zur Kenntnis der Pankreasverdauung. 475 neue Fibrinvorrat gebraucht. In Experiment II wurde Pankreatin Rhenania für G und für die nachfolgenden Zusätze zu B ge¬ braucht. Der GesamtstickstofF bleibt durch weiteren Ferment¬ zusatz beinahe unverändert, mutmaßlich weil die Grenze der Umwandlung von unlöslichem zu nicht koagulierbarem Slick¬ stoff in allen Proben schon erreicht ist. Der weitere Zusatz von Ferment hat eine merkliche absolute und prozentische Zu¬ nahme des Wertes für die Monaminosäuren bewiçkt. Dies ergibt sich auch für das Ammoniak, obwohl der Zuwachs klein ist. Dabei stellte sich die Frage ein, ob wir wirklich die günstigste Quantität Alkali zugesetzt hatten. Diese Frage wurde in Teil II untersucht. Ehe ich hierzu übergehe, teile ich noch zwei mit Pan¬ kreatin allein angestellte Kontrollversuche mit. Tabelle III. — Zwei Parallelversuche. Selbstverdauung von 5 g Pankreatin (Merck). Verdauung 70 Stunden gN °/0 gelöster N gN V gelöster N Gesamt-N . . . 0,5512 — 0,5512 _ Monaminos.-N . 0,3129 56,7 0,3108 56,4 NHS-N .... 0,015-1 2,7 0,0154 2.7 Rest-N .... 0,2229 40.4 0,2250 40,8 Teil H. Jede Probe bestand aus 10 g Fibrin und 1 g Pankreatin. Wechselnde Quantitäten einer 10°/oigen NajCOj-Lösung oder einer kaltgesättigten Lösung von NatC08 wurden in Experiment III und IV zugesetzt. Diese Lösungen waren mit Chloroformwasser anstatt einfachen destillierten Wassers gemacht, alle Mischungen wurden bis zum Volumen 300 ccm mit Chloroformwasser auf¬ gefüllt. Am Ende der Digestion wurde die Flüssigkeit in den Versuchen I und II mit KH,P04 angesäuert, in allen folgenden Experimenten mit Essigsäure. Die Mischungen wurden dann gekocht und eingedampft bis zu ungefähr 200 ccm. Nach Ab¬ kühlung wurden sie bis zu 250 ccm ergänzt. Dann wurden aliquote Teile des Filtrats für die folgenden Bestimmungen ’ genommen : Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXXXV. 31