Zur Kenntnis der Pankreasverdauung. Von Gertrude D. Bostock, M. B., (,h. B., B. Sc. Carnegie Research Fellow, 'j der ehemischen Abteilung des pathologischen Instituts der Universität Berlin.) (Der Redaktion /ugegangen am 15. Mai 1913.) Auf Veranlassung von Prof. E. Salkowski habe ich die Frage untersucht, wie sich die Verteilung des Stickstoffs ge¬ staltet, wenn man auf eine Trypsinverdauungslösung dieselbe Methode anw’endet, welche in zahlreichen aus der chemischen Abteilung des pathologischen Instituts hervorgegangenen Ar¬ beiten bei der Autolyse der Organe angewendet worden sind. Im Laufe der Arbeit trat ein zweiter Gesichtspunkt hervor, nämlich die Frage betreffs des Einflusses des Alkalis und des Optimums desselben für die Trypsinverdauung. Die Versuche hierüber führten zur Auffindung der interessanten Tatsache, daß das Alkali auf die Lösung des Eiweißes und auf die Spaltung desselben in verschiedenem Sinne einwirkt. Es erscheint dem¬ entsprechend zweckmäßig, die Arbeit in zwei Teile zu teilen, deren ersterer von der Verteilung des Stickstoffs in Versuchen von 70 bezw. 140ständiger Dauer handelt. Erster Teil. Allgemeine Anordnnng der Versuche. Als Verdauungssubstrat diente von Kahl bäum be¬ zogenes trockenes Blutfibrin. Dasselbe wurde in einer Mühle gemahlen, dann durch Drahtgaze gesiebt. Es kamen 2 Quan¬ titäten zur Anwendung, die erste diente nur zu Versuch I, die zweite, größere, zu allen übrigen. In Versuchen 1 und II wurde ') Die Kosten dieser Versuche sind von einem «Grant» des «Carnegie Trust» getragen.