Ober die Bestimmung des Milchzuckers in der Milch durch Fällung mit Ammonsulfat. Von Erich Kretschmer. lAus tlor rhemischen Abteilung des Pathologischen Instituts der Universität Berlin.) (Der Redaktion zugegangen am 28. April lttt.'l.) Im vorigen Jahre hat E. Salkowski in dieser Zeitschrift1) ein neues Verfahren zur Bestimmung des Milchzuckers in der Milch mitgeteilt, welches darauf beruht, daß die Eiweißkörper der Milch mit Ammonsulfat ausgefällt und im Filtrate der Milchzuckergehalt polarimetrisch bestimmt wird. Auf Veran¬ lassung von Herrn Geheimrat Salkowski habe ich seiner Zeit eine Reihe von Bestimmungen nach diesem Verfahren ausge¬ führt, an deren Veröffentlichung ich bisher verhindert war, und die ich im folgenden mitteilen will. Die Versuchsanordnung war dieselbe, wie sie Salkowski (I. c.) angibt. Zur Polarisation wurde ein sehr empfindlicher Apparat mit dreiteiligem Gesichtsfeld von Schmidt & Haensch verwandt, der eine sehr scharfe Einstellung ermöglichte. Das Polarisationsrohr war ein 2 dm-Rohr. Stets wurden 3 Ab¬ lesungen gemacht und daraus das Mittel genommen. Die abge¬ lesenen Grade wurden durch Multiplikation mit einem Faktor2) «auf 100 gebracht und dann auf Prozente Milchzucker umge¬ rechnet. Die Werte sind sämtlich auf C12HMOn -f- H*0 be¬ zogen, wo [a]D = 55,30 ist. Die Umrechnung erfolgte nach der Formel x = aJ10(p worin a die Anzahl der abgeleserien Gnade (nach ihrer Multiplikation mit dem betreffenden Faktor) bedeutet. *) E. Salkowski, Diese Zeitschrift, Bd. 78, 2. H., S. 88. *) Die Größe des Faktors hing natürlich von der bei der Unter¬ suchung angewendeten Milchmenge «ab, betrug also beim Ammonsulfat¬ verfahren 2 (Milch = 50 ccm), hei der Eisenmethode 8 (Milch = 10 ccm).