Beiträge zur chemischen Zusammensetzung der Korksubstanz. Von Dr. Gêza Zemplén. (Au^ «1cm chemischen Institut der Hochschule für Forstwesen in St'lmccrhünya.) (Der Redaktion zugegangen am 17. April 19I3.Ï Während die Untersuchungen der in der Korksubstanz auftretenden Fettsäuren und anderen Produkte zu einem mehr, weniger befriedigenden Resultate führten, sind die Angaben über das Vorkommen der Kohlenhydrate in der Korksubstanz sehr abweichend. Die älteren Arbeitenl) erwähnen die Cellu¬ lose als wesentlichen Bestandteil der Korksubstanz; dagegen findet ein Teil der neueren Forscher bei der chemischen Unter¬ suchung der Korksubstanz keine Cellulose.*) Andere nehmen wieder für die Gegenwart von Cellulose in der Korksubstanz Stellung.3) Ich stellte mir die Aufgabe vor, die Kohlenhydrate der Korksubstanz einer erneuten Untersuchung zu unterwerfen, und fand, daß bei der Analyse der reinsten Korksubstanz tatsäch¬ lich ein Produkt zu erhalten ist, das äußerlich und nach seinen Löslichkeitsverhältnissen der Cellulose ähnlich ist. Ks unter¬ scheidet sich aber scharf von der Cellulose dadurch, daß es ') Frémy und Urbain, Journal de Pharmacie et de chimie [5], Md. 5, S. 113 (1883); Düpping, Annalen der Chemie u. Pharmazie. Bd. 45. S. 288 (1843); Mitscherlich, Annalen der Chemie u. Pharmazie, Md. 75, S. 305 (1850). *)Van Wissel ni gh, Archiv néerland., Md. 12, Heft 1 (1888); Bd. 20, S. 305 (1893); Justs Botanischer Jahresbericht, 1888, I, S. 089. — Verhandlungen der Akademie, Amsterdam 1892; Chemisches Zentral¬ blatt, 1892, II, S. 516: Fltickiger, Archiv der Pharmazie, Bd. 228. S. 690 (1890). 3) K. Kügler, Dissertation, Straßburg 1884; Archiv der Phamazie. Bd. 222, S. 217 (1889); E. Gilson. La Cellule. Bd. 6. S. 87 (1890).