157 Über den Einfluß der Diät auf die Ptyalinaklivität. Tabelle I. Substrat : 100 ccm '/• °,« ige Amylumlösung ; Enzym : 2 ccm filtrierter, gemischter Speichel ; Digestionsdauer: 20 Minuten; Temperatur: 37°. Die Wirkung des Speichels in der Digestionsflüssigkeit bestimmt nach Fehling, in Milligramm Maltose berechnet. Fehling mg pro 100 ccm 9 Uhr morgens....... 283.8 9*/4 » » Mahlzeit 107« > » ....... 275,2 127« » mittags ....... 270.5 ' IV« » » Mahlzeit 27, » > ....... 297.2 57* » abends ....... 285.0 77* » » Mahlzeit t 9 » » ....... 312,9 12 » * ....... 259,5 Jede Mahlzeit gab also eine Aktivitätszunahme, welche nachher wieder mehr oder weniger zurückging; die größte Wir¬ kung zeigte sich um 9 Uhr abends, 3 Stunden später war sie wie am Morgen. Ein Diäteinfluß würde somit in die 81/* Uhr-Proben am ersten festzustellen sein; die von llUs Uhr könnten viel¬ leicht eine Veränderung des Aktivitätsniveaus im Laufe der ganzen Untersuchung angeben. Als Substrat diente eine l°/oige Amylumlösung, immer in ganz derselben Weise aus getrocknetem Amylum dargestellt; 100 ccm dieser Lösung wurden, jedesmal vorgewärmt, in dem Thermostaten auf 37° gehalten. Nach einer halben Stunde kam dann 1 ccm filtrierter, gemischter Speichel unter starkem Schütteln hinzu. Die Digestion wurde nach 20 Minuten durch Erhitzen bis zum Kochen beendet. Die Speichelwirkung wurde wieder durch Titration nach Fehling (in Milligramm Maltose berechnet), weiter durch Polarimetrie und Jodreaktion bestimmt; auch Trocken¬ rückstand, Asche und Chlorgehalt des Speichels ist angegeben. Es folgt hier die Tabelle II: