Ober Etliche Metallverbindungen geschwafelter Eiweißkörper mit beeonderer Berücksichtigung des Kupfers.1) Von Dr. Robert Uhl. (Aus dem pharmakologischen Institut der Universität in Wien.) (Der Redaktion zugegangen am 30. März 1913.) I. Theoretischer chemischer Teil. Die Schwermetallsalze der anorganischen und organischen Säuren geben mit den meisten Eiweißarten einen Niederschlag, der bisweilen im Überschuß von Eiweiß oder Metallsalz lös¬ lich ist. Es sei hier u. a. an die Untersuchungen über die Kupferverbindungen des Albumins von E. Harnack2) erinnert. Lösliche Schwermetallkombinationen mit Eiweiß konnte Paal3) darstellen durch Verwendung der sogenannten Protalbinsäure und Lysalbinsäure. Das nach dieser Methode gewonnene Kupfer¬ salz ist eine amorphe blaue Masse und bildet nach Ansicht des Entdeckers wie das anderer Schwermetalle kolloidale Lösungen des Hydroxyds bezw. Oxyds in protalbinsaurem oder lysalbinsaurem Alkali. Das von Neisser4) empfohlene «Pro- targol » wird erhalten, indem man den aus Peptonlösung und Silbernitrat entstandenen Niederschlag mit «Protalbumose» digeriert, bis Losung eintritt. Auch bei Verwendung von Pflanzen¬ globulinen kann man zu ähnlichen löslichen Verbindungen ge¬ langen.5) Nach neueren Untersuchungen von Wo. Pauli und ') Zum D. R. P. sngemeldet unter U. 4715 IV./12 p. *) Zeitschrift f. phys. Chem., Bd. 5, S. 198. •) Ber., Bd. 35 , S. 2197, und D. R. P. Nr. 129031. Vgl. auch Glaube du Gers und W. Kopaczewski, Colloid-Zeitschr., Bd. 9, S. 239. 4) Neisser, Dermatolog. Zentralbl., 1897, H. 1. Barlow, Münchener med. Wochenschrift, 1897, Nr. 45. *) D R. P. 118358.