zur Kenntnis des I. Mitteilung. Uber die angebliche Bildung von Apomorphin beim Erhitzen oder Auf bewahren von Morphinlösungen. . Beiträge Apomorphins. Von M. Feinberg. (Ans dom agrikultur-chemischen Laboratorium der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich.) (Der Redaktion 7ugegangen am 27. März 1913.) Das zuerst von Matthiesscn und Wright1) durch Er¬ hitzen von Morphin mit konzentrierter Salzsäure hergestellte Apo¬ morphin ist bekanntlich eine Verbindung, die in geringen Dosen (5 mg) subcutan einverleibt, schon nach kurzer Zeit beim Warmblüter eine starke emetische Wirkung ausübt. Trotzdem diese wichtige, pharmakologische Verbindung schon 40 Jahre bekannt ist, finden sich doch nur wenige Angaben über die physikalischen und chemischen Eigenschaften der freien Base und deren Salze. Eigentlich ist nur ein Salz, das Chlorid, genauer beschrieben. Über das optische Verhalten dieses Salzes konnten wir nur eine einzige Angabe in einer Fußnote der Arbeit von Pschorr, Jaeckel und Fecht2) finden. Die Autoren fanden für das spezifische Drehungsvermögen einer ca. 2°/oigen wässerigen Lösung bei 16° eine Drehung von 30,5° nach links. Über das Chlorhydrat stimmen nicht alte Angaben überein. Die genannten Autoren geben dem Chlorhydrat die Formel C17H1702NHC1, wonach also das Salz kein Krystallwasser ent¬ hält. E. Schmidt3) findet 3,61—3,95°/o Wasser. Wir fanden 1,99—2,82°/o Wasser. Nach D. B. Doit4) kommt dem kri¬ stallisierten Apomorphinchlorhvdrat die Formel • 2HC1 2HgO, ‘) Ann. d. Chem. und Pharm.. Suppt., Bd. 7, S. 172 (1870). *) Ber. d. D. Chem. Ges., Bd. 35, S. 4377 (1903t. •) Apothek.-Ztg., Bd. 23, S. 657 (1908). 4) Pharm. Journ., Bd. 27, S. 801 (1909). Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXXXIV. 26