Synthese des 2-3-4-Trimethylpyrrols und des 2-3-4-Trimethyl- 5-ftthylpyrrols (Isomeres Phyllopyrrol). Von Hans Fischer und Amandus Hahn. (Aus der II. medizinischen Klinik zu München.) (Der Redaktion zugegangen am 5. März 1913.) Vor kurzem haben H. Fischer und F. KrollpfeitTer1) gezeigt, daß Phthalsäureanhydrid auf tetrasubstituierte Pyrrole z. B. Tetramethylpyrrol derart einwirkt, daß unter Absprengung einer vermutlich a-ständigen Methylgruppe der Phthalsäurerest an das Pyrrol herantritt unter Bildung des Phthalids eines Tri- methylprrols. Durch Kalilauge gelingt es leicht, diese Ver¬ bindung in die freie Säure überzuführen, entsprechend dem angegebenen Schema, wobei der Beweis für die Konstitution des zugrundeliegenden Pyrrols entsprechend den späteren Er¬ gebnissen vorweggenommen wird. I. CH3 C — C • CH., II. 0CH3G — C*CHa xo —c cch3 J:—— c • cn, V e.H.( \ / xCO ^ N \COOH NH Wir haben nun gefunden, daß es durch länger dauernde Einwirkung von Eisessig-Jodwasserstoff auf die freie Säure (II.) leicht gelingt, den Phthalsäurerest abzusprengen unter Bildung des zugrundeliegenden a-freien Trimethylpyrrols, das vor kurzem Piloty und Hirsch*) auf anderem Wege erhalten haben, aber offenbar nur in sehr unreinem Zustand. Denn diese Forscher beschreiben dieses Pyrrol als Öl bei Zimmertemperatur, während es in Wirklichkeit eines der schönst krvstallisierenden alkylierten Pyrrole ist. Das Trimethylpyrrol bildet ein schön ') Diese Zeitschrift, Bd. <S2, S. 266. *) Piloty und Hirsch, A., Bd. 395, S. 67.