Über Stickstoffansatz bei Fütterung kleiner EiweiBgaben und grSBsrer Mengen von Ammoniaksalzen und Maraetoff. Von E. Grafe. (Aus der medizinischen Klinik in Heidelberg.) (Der Redaktion zugegangen am 31. Januar 1913.) Als übereinstimmendes Ergebnis der bisherigen Versuche') über die Beeinflussung des StickstoffstolTwechsels durch Fütterung von Ammoniaksalzen zu einer sonst fast eiweißfreien Kost ist festzustellen, daß die Darreichung von Ammoniaksalzen zu sehr erheblichen N-Retentionen fuhrt, in sehr günstigen Fällen auch ganz oder nahezu ganz zu einem N-Gleichgewicht, daß aber ein dauernder N-Ansatz mit Ammoniaksalzen allein bisher nicht erzielt werden konnte. Es entstand nun die weitere Frage, ob und unter welchen Umständen sich mit Ammoniaksalzen oder Harnstoff ein N-An¬ satz erreichen läßt, der ohne diese Zulage ausbleibt. Der Gedanke lag nahe, in dieser Richtung den Einfluß kleiner Eiweißzulagen zu den Ammoniaksalzen zu untersuchen. Uef® bereits in der Literatur einige Versuche von Voltz ) und Pescheck») vor, die zu dieser Frage Beziehung Die beiden Autoren fanden nämlich, daß unter geeignet« Bedingungen Ammoniakzulagen zu einer eiweißhaltigen Kost _ ? Grafe und V. Schläpfer, Diese Zeitschrift, Bd. 77, S i E. Abderhalden, ebenda, Bd. 78, S. 1,1912; E. Grafe, ebenda, Bd. 78 „ "• 7 ’?• Abderhalden und P. Hirsch, ebenda, Bd. 80, S. 136 . Abderhalden und A. E. Lampé, ebenda, Bd. 80, S. 160; E. Abder halden und P. Hirsch, ebenda, Bd. 81, S. 323 und Bd. 82, S. 1; E r“" "ndA E.Lampé, ebenda,Bd.82,S.21;E.Grafe, ebenda Bd. 82, S. 347, E. Grafe und K. Turban, Bd. 83, S. 25. ') Pflügers Archiv, Bd. 121, S. 117-149, 1908. S. 244*1 142’ S'10 u jr8 - 19H; Biochem. Zeitsehr., Bd. 45 Hoppe-Seyler’8 Zeitschrift f. physiol. Chemie, LXXXIV.