12 Stefan von Bogd.lndy, Die Veraschung wird in einem Jenaer Rundkolben von 500 ccm ausgeführt, in dessen Hals ein mit zwei Glas¬ röhren versehener Glasstopfen eingeschliffen1) ist. In einer Spiralgaswaschflasche, deren Boden von einem eingeriebenen Glasstopfen gebildet wird, um den entstandenen Niederschlag genau sammeln zu können, gießt man die mit chlorfreier Salpeter¬ säure bis zu 20°/o HN03-Gehalt der Gesamtflüssigkeit versetzte Si.lbernitratlösung.2) Eine zwreite, gleichgestaltete Flasche wird ebenso gefüllt an die erste angeschlossen, um eventuell ent¬ weichendes Halogen zurückzuhalten; bei richtiger Handhabung enthält die letztere Flasche kaum wägbare Mengen Halogen¬ silbers. Zur Veraschung wird Merck sehe «Schwefelsäure, mit rauchender Schwefelsäure für Kjeldahl-Bestimmung» ge¬ braucht, der pro 250 ccm 10 g Kupfersulfat und 80 g Kalfum- sulfat zugesetzt werden. Die Schwefelsäure wird in obigem 0 Wie aus nebenstehender Figur ersichtlich. *) Die Menge und Konzentration derselben richtet sich nach der voraussichtlichen Menge der Haloidc. Es muß selbstverständlich über¬ schüssiges Silbernitrat vorhanden sein. Die Ansätze des Kolbens und der VVaschflasche sollen mit der Feile geschliffen sein; hierdurch lassen sich zerbrechliche Schliffe vermeiden.