210 Hein r. H. Esche r, haltiger Substanz stattgefunden, wo eine Zunahme von 34,3, 34,00, 35,61, 35,28 und 35,08°/o in trockenem Sauerstoff beob¬ achtet wurde.l *) Die Analyse ergab dort : 62,97 °/o C, 7,67 °/o H, (29,36)°/* 0. Jodid. Von Carotin ist ein Di- und ein Trijodid *) beschrieben worden. Bei der geringen Menge zur Verfügung stehenden Ovarienpigmentes wurde der guten Ausbeute wegen die Dar¬ stellung des Trijodides gewählt. 0,10 g durch Schwefelkohlen¬ stoffalkohol gereinigter Kohlenwasserstoff wurde in 10 ccm Schwefelkohlenstoff gelöst und dazu 0,033 g Jod — in Schwefel¬ kohlenstoff gelöst — langsam zugetropft. Nach mehrstündigem Stehen im Eisschrank wurde der käferviolette, lockere Krystall- filz isoliert und gehörig mit Schwefelkohlenstoff gewaschen. Das Mikroskop zeigte die für das Carotintrijodid beschriebenen breiten Wetzsteinformen neben viel unausgebildeten Krystallen, die alle in der Durchsicht hellblaugrau erschienen. Der Schmelz-, besser Sinterungspunkt würde bestimmt zu 133,5 —135° (unkorr.)8) 0,0692 g gaben 0,0520 g AgJ (nach Carius). Berechnet für C40H5#Js: Gefunden: J = 41,50 40,61 Schlußbemerkungen. Was dieser in der Pflanzenwelt so weitverbreitete unge¬ sättigte Terpenkohlenwasserstoff Carotin in der als Organ der inneren Sekretion so wichtigen Drüse des Corpus luteum zu tun hat, darüber dürfen eigentlich noch keine Vermutungen geäußert werden. Die Arnaud-Willstättersche Hypothese von der Sauerstoffübertragung — Atmung4 *) — des Carotins (C40H-6) und des Xanthophvlls (C40H56O2) neben der Assimila¬ tionstätigkeit der Chlorophylle hat sicher für die Pflanze hohe *) W. und E., Diese Zeitschrift, Bd. 64, S. 57. ') Ebenda, S. 68. ■') W. u. E., 1. c. S. 59, fanden für Carotintrijodid F. P. 136—137°. 4) Compt. rend-, Bd. 109, S. 911, 913 (1889); Ann. d. Chemie, Rd. 355, S. 10 (1907).