Zur Biochemie der Meeresalgen. 173 losus wurden zwei Tage lang in 0,5 °/oiger Essigsäure extra¬ hiert. Das Extrakt wurde mit Natronlauge bis zu annähernd neutraler Reaktion versetzt und dann mit Bleiacetat gefällt. Der Niederschlag wurde abfiltriert, mit Wasser gut ausge¬ waschen, dann in Wasser aufgeschlämmt und mit Schwefel¬ wasserstoff zerlegt. Schwefelblei und nicht gelöster Niederschlag wurden abfiltriert, und das gelbliche Filtrat wieder mit Blei¬ acetat gefällt, nachdem Natronlauge bis zu annähernd neutraler Reaktion zugesetzt worden war., Der Niederschlag Wurde ab- filtriert, mit Wasser gut ausgewaschen und dann in Schwefel¬ säure gelöst. Das nach dem Abfiltrieren des Bleisulfates erhaltene Filtrat war ziemlich stark gelbbraun gefärbt. Dieses wurde mit Calciumcarbonat neutralisiert, wobei die Farbe dunkel¬ braun wurde ; das Calciumsulfat wurde abfiltriert, und das Filtrat auf dem Wasserbade bis zu Trockenheit} eingedampft. Der Rückstand stellte ein schokoladebraunes Pulver dar, welches neben Fukosan (wahrscheinlich als Calciümsalz) nicht unbedeutende Mengen Calciumsulfat enthielt. Mit Wasser behandelt gibt dieses Pulver eine rotbraune Lösung; ein nicht unbedeutender, rotbrauner, in Wasser unlös¬ licher Rest bleibt aber zurück. In 96°/oigem Alkohol ist das Pulver unlöslich, löst sich aber nach Zusatz von Salzsäure, nicht aber nach Zusatz von Essigsäure bis zu schwach saurer Reaktion. Das Pulver enthält neben oxydiertem Fukosan (Phyko- phäin) auch noch immer unoxydiertes. Das Phykophäin kann mittels Bleiacetat ausgefällt werden. Nach dem Abfiltrieren des Niederschlages erhält man ein vollkommen farbloses Fil¬ trat, aus welchem das unoxydierte Fukosan mittels Bleiessig ausgefällt werden kann. Wird die Wasserlösung des oben erwähnten Fukosan- pulvers mit Schwefelsäure bis zu 5% versetzt und dann 5 Stunden in siedendem Wasserbade gekocht, * entsteht ein rotbrauner Niederschlag. Die Lösung ist noch immer rotbraun und enthält neben Phykophäin auch unoxydiertes Fukosan. Um dies nachzuweisen, wird die Lösung mit Calciumcarbonat neutralisiert und dann mit Bleiacetat gefallt. Nach dem Ab- 13*