Beiträge zur Lehre von der Entstehung der Oxalsäure. 113 der manchmal geradezu einander widersprechenden Ergebnisse der Forschungen war der Mangel einer sicheren Methode zur quantitativen Bestimmung der Oxalsäure im Harn. Der Schluß auf vermehrte Ausscheidung von Oxalsäure aus der Quantität des im Harn spontan sich ausscheidenden oxalsauren Kalks ist bekanntlich nicht zulässig. Damit fallen auch alle hierauf allein begründeten Folgerungen.1) Die älteste Methode Neubau er s,(2) auch mit den spä¬ teren Modifikationen von P. Fürbringer(a) und F. Czapek(4) erfuhr eine scharfe Kritik von seiteö 0. Nickels.(5) Die Methode von Schultz en sah derselbe Autor auf Grund seiner eigenen Forschungen als unzureichend an. Diese Meinung Nickels bestätigt Salkowski.(8) Vor einigen Jahren hat E. Salkowski für diesen Zweck die Ausschüttelung des eingedampften angesäuerten Harns mit Äther eingeführt. Autenrieth und Barth(7) haben statt dessen empfohlen, nicht den Harn selbst auszuschütteln, sondern ihn zuerst mit Ammoniak und Chlorcalcium zu fällen, den Nieder¬ schlag abzufiltrieren, in Salzsäure zu lösen und diese Lösung mit Äther auszuschütteln. Die genannten Autoren schreiben dieser Modifikation eine Reihe von Vorzügen zu. Auf diesen Punkt soll hier nicht eingegangen werden, da derselbe schon von Hugh MacLean(8) besprochen worden ist. Dieser Autor, der unter Leitung von E. Salkowski arbeitete, fand, daß bei dem Verfahren von Autenrieth und Barth ein gewisser Bruchteil der Oxalsäure der Bestimmung entgeht. Wenn auch in letzter Zeit Serkowski und Mozdefiski(*) die pessimistischen Anschauungen MacLeans in betreff der Methode von Autenrieth und Barth nicht teilen, ja sogar der alten Methode von Schultzen eine ziemlich große Ge¬ nauigkeit zusprechen, so räumen sie doch der Methode von Salkowski den ersten Platz ein. Nebenbei sei bemerkt, daß \i Das Vorkommen von oxalsaurem Kalk im Harnsediment beweist nicht das Bestehen einer Oxalurie und umgekehrt. — Richter,. Der Stoff¬ wechsel und seine Krankheiten. — Serkowski, Grundriß der Semiotik des Hams. Die Handbücher der Harnanalyse Neubauer-Hupperts und Karger, Neubauer und Vogel.