Beiträge zur Lehre von der Entstehung der Oxalsäure im tierischen und menschlichen Organismus. Von Dr. Leslaw Wegrzynowski, Staatseleve an der medizinischen Universitätsklinik zu Lemberg (Lwow). (Aus der rheinischen Abteilung des Pathologischen Instituts der Universität Berlin.) (Der Redaktion zugegangen am 16. Dezember 1912.) Die Herkunft der im Harn vorkommenden Oxalsäure be¬ schäftigt schon seit längerer Zeit die Forscher.1) Trotz zahl¬ reicher Arbeiten über dieses Thema waren und sind die Resultate bis heute noch sehr unsicher ; denn der von dem einen Autor gemachte Angabe wird oft von anderen widersprochen. Für eine Reihe von wichtigen Fragen auf diesem Gebiete haben wir Arbeiten mit direkt entgegengesetzten Resultaten. Sehr gern trat ich daher an die Durchführung einer Reihe von Unter¬ suchungen in bezug auf diese interessante Frage heran, dazu angeregt von Prof. E. Salkowski. Wir wollen hier nicht auf die Ergebnisse der bisherigen Forschungen eingehen, die man übrigens mehr oder minder vollständig in den Handbüchern2) finden kann. Etwas genauer dagegen werden wir uns mit der Literatur über die Fragen beschäftigen, die uns speziell im Laufe dieser Arbeit interessierten. I. Methode. Eine der Hauptursachen der Schwierigkeit in der Lösung der Frage nach der Herkunft der Oxalsäure im Harn sowie ') Die ältere Literatur siehe Minkowski(w). *) Siehe Neuhauer-Hupperts Lehrbuch, «Analyse des Harns*, 11. Aufl., Lehrb. der ph. Chemie, Hammarsten. 0. usw. schließlich eine genaue Zusammenstellung in der Arbeit von Stradomsky(‘).