Die Einwirkung einiger kolloiden Substanzen auf die Hemmung der Enzymwirkungen. ' • Von H G. Jahnson-Blohm. (Aus dem medizinisch-chemischen Institut der Universität Upsala.) (Der Redaktion zugegangen am 81. September 1912.) Die Untersuchungen, über welche im folgenden berichtet wird, waren hauptsächlich darauf eingerichtet, auszufinden, ob die Entstehung der Verbindung zwischen Enzymen und hem¬ menden Substanzen durch die Gegenwart von kolloiden Sub¬ stanzen, auf welche das Enzym nicht einzuwirken vermag, verhindert werden kann; ebenfalls wurde untersucht, ob die bereits fertige Verbindung Hemmungskörper-Enzym durch die genannten Substanzen aufgehoben und das Enzym somit in aktive Form übergeführt werden kann. Die gebrauchten Enzyme waren Lab und Trypsin. Als hemmende Substanzen wurden für das Lab Koble, Normal- und Immunserum, für das Trypsin Kohle und Serumalbumin angewandt. Daneben ist die Beziehung des Saponins zu Labzymogen in Untersuchung gekommen. Die kolloiden Stoffe, deren Einwirkung auf die Verbindung Hemmungskörper - Enzym geprüft wurde, waren Saponin, Cholesterin und salzsäurebehandeltes Eierklar. Das Saponin war von Kahlbaum bezogen und war mit gegen Lackmus neutraler Reaktion leicht und vollständig in Wasser löslich. Es gab die für Saponine charakteristischen Reaktionen. Be¬ kanntlich dialysieren die Saponine nicht oder wenigstens sehr schwer. Um mich zu überzeugen, daß nicht dialysable Stoffe, die eventuell als Verunreinigung vorkamen, für meine Resultate verantwortlich waren, wandte ich dialysiertes Saponin bei einigen Versuchen an und bekam mit diesem dieselben Resultate.