Untersuchungen Ober die Plasteinbildung. II. Mitteilung. Von ; V. Henriques und J. BL Gjaldbæk. (Der Redaktion zugegangen am 13. September 1012.) *, In einem früheren Aufsatz1) berichteten wir über die Ergebnisse einiger Versuche über die Plasteinbildung durch Einwirkung von Pepsinsalzsäure auf konzentrierte Lösungen peptiscber Spaltungsprodukte, wobei wir als Untersuchungs¬ methoden die Sörensensche Formoltitrierung und die Gerb¬ säurefällung benutzten ; wir geben hier kurz die von uns gefundenen Verhältnisse an. Wird eine konzentrierte Lösung eines peptischen Spaltungs¬ produkts mit Pepsinsalzsäure im Thermostaten angebracht, finden gleichzeitig mit der Plasteinbildung 1. eine Abnahme des formoltitrierbaren Stickstoffs und 2. eine Vermehrung des mit Gerbsäure fällbaren Stickstoffs statt. Die Größe der vorkom¬ menden Veränderungen hängt von der Beschaffenheit des Aus¬ gangsmaterials ab, indem der am stärksten abgebaute Stoff die größten Ausschläge in den erwähnten Richtungen ergibt. Wir werden nun im folgenden über einige neue Versuche über die Plasteinbildung berichten. Wie man ersehen wird, hielten wir uns bei der Entscheidung der Frage «Synthese» ausschließlich an die Formoltitrierung und unternahmen keine Gerbsäurefällungen; dagegen wurde das Verhalten des Ammo* niaks während der Plasteinbildung berücksichtigt. Die Untersuchungsmethode war dieselbe wie bei unseren früheren Untersuchungen über die Plasteinbildung, indem die kon¬ zentrierte Lösung des Spaltungsprodukts -{- Ferment im Verhält¬ nis 1:20 mit ausgekochtem, destilliertem Wasser gemischt wurde ; l) V. Henriques und J. K. Gjaldbæk, Diese Zeitschrift, Bd. 71.