334 P. Pfeiffer und J. v. Modelski, addieren vermögen, zeigt die Existenz einer Verbindung des Lanthanchlorids : LaCl,* 3 NH, . CH, • COOH, 3 H,0. Es war nun von besonderem Interesse, zu konstatieren, ob außer dem Glykokoll auch sonstige Aminosäuren, vor allem auch Polypeptide die Fähigkeit haben, krystallisierte Additionsprodukte mit Neutralsalzen zu geben. Das ist in der Tat der Fall. dl>Alanin läßt sich z. B. in die beiden Verbindungen : C.aCl„ 2 NH, • CH - COOH, 3 H,0 und LiCl, NH, • CH • COOH, H,0 CH, CH, überführen ; sie krystallisieren in nadelförmigen Gebilden. Ähn¬ lich zusammengesetzt sind die folgenden beiden Additionspro¬ dukte des Glycylglycins : GaCl,, 2 NH, CH4 • CO—NH CH, • COOH und LiCl, NH, • CH, • CO-NH CH,. COOH, die sich aber bemerkenswerterweise, im Gegensatz zu den ent¬ sprechenden Verbindungen des Glykokolls und Alanins, aus wässeriger Lösurig in wasserfreier Form abscheiden. Ihnen schließt sich noch eine schön krystallisierte Ver¬ bindung des Diglycylglycins an, welche nach der Formel : CaCI,, NH, . CH, • CO-NH . CH,. CO-NH. CH,COOH * zusammengesetzt ist, also auf 1 Mol. CaCI, nur 1 Mol. Peptid enthält. Nach diesen Resultaten ist wohl nicht daran zu zweifeln, daß Aminosäuren und Polypeptide ganz allgemein die Eigen¬ schaft haben, Neutralsalze zu wohl charakterisierten Verbin¬ dungen zu addieren. Die bisher isolierten Additionsprodukte lassen sich auf die folgenden 6 Typen zurückführen : i i MeX,A; MeX, 2 A ii ii h MeX„ A; MeX,, 2 A; MeX,, 3 A t» , MeX,, 3A, deren Zahl sich bei weiterer Forschung sicherlich noch er¬ heblich vermehren wird. ‘ •' f;