Ober den Einfluß von Gasen, insbesondere des Sauerstoffe auf die Trypsin- und Pepsinverdauung. . Von ■ . Ernst Laquenr und Kart Brfinecke. ') (Aus den physiologischen Instituten in Königsberg und Halle a. S.) (Der Redaktion zugegangen am 30. August 1912.) In einer vorhergehenden Arbeit hat der eine von uns8) gezeigt, daß Sauerstoff und Kohlensäure einen bestimmten Einfluß auf die Autolyse haben; Sauerstoff hemmt diese, Kohlensäure fördert sie. Der Einfluß beider Gase war spe¬ zifisch, denn einerseits trat die Hemmung durch andere Gase wie Sauerstoff nicht ein (Stickstoff und Wasserstoff), und ferner ist die Förderung nicht allein durch die Säurenatur der Kohlen¬ säure zu erklären. Eine weitere Frage war nun, ob Sauerstoff und Kohlen¬ säure auf andere proteolytische Fermente eine ähnliche Wir¬ kung haben. Literarische Angaben liegen darüber nicht vor oder sind nicht eindeutig. (Einfluß der Kohlensäure.) Wir untersuchten den Einfluß des Sauerstoffs, Stickstoffs und der Kohlensäure bei gewöhnlichem und bis zu 13 Atmo¬ sphären erhöhten Druck auf die Verdauung durch Pepsin und Trypsin. Methode: Um die Größe der Pepsinwirkung zu be¬ stimmen, benutzten wir die Methode von F ul d bezw. Groß,*) *) Die Versuche zu dieser Arbeit sind in den Sommersemestern 1909 in Königsberg, hierbei zum Teil in Gemeinschaft mit Herrn J. Ettinger, und 1911 in Halle &./S. angestellt worden. •) E. Laqueur, Diese Zeitschrift, Bd. 79, S. 82, 1912. 8) 0. Groß, Arch. f. experim. Pathol, u. Pharmak., Bd. 58. S. 157 (1907). Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXXXI. 16