Ober das Verhalten von a-Pyrroüdoncarbontaure im tierischen Organismus. Von Emil Abderhalden und Rudolf Hanslian. (Au« dem physiologischen Institute der Universität Halle a. S.) (Der Redaktion zugegangen am 80. August 1918.) Die nahen chemischen Beziehungen der Glutaminsäure zur Pyrrolidoncarbonsäure und damit zur Pyrrolidincarbonsäure machen es wahrscheinlich, das auch im Organismus des Tieres und der Pflanze diese drei Verbindungen in Wechselbeziehung treten. Als Zwischenprodukt wäre die Pyrrolidoncarbonsäure aufzufassen, die einmal durch Reduktion in Pyrrolidincarbon säure und durch Aufspaltung in Glutaminsäure übergehen kann, wie die folgenden Formeln zeigen. COOH CH NH, k k - H,0 COOH I CHM CH, CH, COOH I CH -NH I CH, CH, + H,0 COOH CO CH, Glutaminsäure. Pyrrolidoncarbonsäure. Pyrrolidincarbonsäure. Es sind im hiesigen Institute Untersuchungen im Gange, um zu prüfen, ob eine biologische Umwandlung von Pyrro¬ lidoncarbonsäure in die beiden genannten Säuren stattfindet. Wir haben uns zunächst die Frage vorgelegt, ob die Pyrro¬ lidoncarbonsäure im tierischen Organismus abgebaut wird. Die ersten Versuche wurden mit der optisch-aktiven Säure durchgeführt. Sie ergaben kein bestimmtes Resultat. Es schien, als ob die per os und auch subcutan eingeführte Säure spurlos verschwände. Wir wagten aus diesem Ergebnis keine bestimmten Schlüsse zu ziehen, weil die Möglichkeit bestand, daß die Ausscheidung der Pyrrolidoncarbonsäure eine sehr langsame ist, und sie deshalb dem Nachweis ent-