184 B y u ta Usui, Bindung von Thymol. G. Das Thymolbindungsvermögen von Flüssig¬ keiten (mit der Atmungsmethode festgestellt). a) Wässeriger Zellauszug. 80 ccm konzentrierter Zellsuspension (in 0,9 % NaCl) wurden mit 160 ccm Wasser vermischt, die Mischung 5 Minuten bei 37° gehalten und zentrifugiert. Die klare überstehende Flüssigkeit wurde dann mit NaCl auf den physiolog.-osmotischen Salzdruck gebracht und mit dem gleichen Volumen einer 0,03°/oigen Thymollösung vermischt. (1 ccm der Flüssigkeit nach der Mischung = 4,4 n/io-NHs.) Die Atmungshemmung durch diese Flüssigkeit betrüg ca. 50°/o, während die Atmungs¬ hemmung, gemessen an demselben Zellmaterial, für eine 0,015°/oige Thymollösung in 0,9°/o Kochsalz ca. 95°/o betrug. b) Serum von Gänsen. 0. 01 % Thymol in Ringer scher Lösung hemmte die Atmung um 79%. 0,05% Thymol im Serum hemmte die Atmung desselben Zellmaterials um 22°/o. (1 ccm Serum gab nach Kjeldahl 5,4 ccm n/io-NHs.) c) Preßsaft aus roten Blutzellen, nach dem Buchnerschen Verfahren hergestellt. 1. 50 ccm Preßsaft wurden mit 50 ccm einer 0,03°/oigen Thymollösung vermischt. II. 50 ccm 0,9% NaCl wurden mit 50 cciü einer 0,03°/oigen Thymollösung vermischt. Atmungshemmung in I 0, in II betrug sie fast 100%. (1 ccm von 1 gab nach Kjeldahl 28 ccm n/io-NH3.) d) Oxyhämoglobinlösung. 1 ccm gab nach Kjeldahl 5,5 ccm n/io-NHs. 0,015 g Thymol in 100 ccm gelöst, bewirkte eine Atmungs¬ hemmung *) von 90%, während 0,015 g Thymol, in 100ccm 0,9 °/o NaCl gelöst, die Atmung desselben Zellmaterials um 96 % hemmte. ‘) Atmungshemmung =» (Atmung in Hämoglobin minus Atmung in Hämoglobin-Thymol) dividiert durch Atmung in Hämoglobin; beziehungs¬ weise statt Hämoglobin NaCl, Preßsaft, Serum.