Beiträge zur Chemie des Embryos. I. Mitteilung. Der durch Formol titrierbare Gesamt-Aminostickstoff ln der embryonalen Muskulatur der Säugetiere. Von.'. G. Buglia und A. Costantino. (Aus der chemisch-physiologischen Abteilung der zoologischen Station zu Neapel.) (Der Redaktion zugegangen am 30. August 1912.) Als Beitrag zur Kenntnis der Chemie des Embryos, die wegen ihrer Kompliziertheit und Schwierigkeit der Beweis¬ führung noch weit davon entfernt ist, hinlänglich aufgeklärt zu sein, haben wir einige Versuche über die chemische Zusammen¬ setzung des Muskelgewebes in verschiedenen Perioden der fötalen Entwicklung begonnen. Die Angaben über die organische chemische Zusammen¬ setzung des fötalen Muskelgewebes sind sind sehr gering. ln einer Arbeit von Jakubowitsch1) finden sich einige Daten über den Gehalt an Wasser, Asche, Lipoiden und Kreatin der embryonalen Muskeln des Ochsen. Kistjàkowski2) machte Untersuchungen über die Zusammensetzung des embryo¬ nalen Muskelplasmas, indem er speziell das Glykogen studierte. Unter den Bestimmungen des Stickstoffs der Extraktiv¬ stoffe der embryonalen Muskeln seien diejenigen von Kossel3) (Purinbasen) lind speziell die von Mendel und Leavenworth4) (Kreatin, Purinbasen usw.) hervorgehoben. Zahlreiche Angaben finden sich hingegen in dér Literatur über die chemische Zusammensetzung des Embryos «in toto» *) W. Jakubowitsch, Malys Jahresber. f. Tierchem., Bd. 23, S. 362 (1893). *) W. Kistjàkowski, id., Bd. 23, S. 364 (1893). •) A. Kossel, Diese Zeitschrift, Bd. 8, S. 407 (1884). 4) Lafayette, B. Mendel und Ch. A. Leavenworth, American Journ. of Physiol., Bd. 21, S. 99 (1908).