Ober dae Redukttonivermögen der Hefe. Hydrogenleatioii des Schwefele bei der Alkobel|irung. Von - M, A, Chowrenko. Mit einer Abbildung im Text. • ' - ; . V v. (Aus dem Pflanzen-physiologischen Laboratorium von Prof. N. Chudjakow des Moskauer Landwirtschaftlichen Instituts.) (Der Redaktion zugegangen am l*.Juli 1912.) Einleitung. Schon Nessler1 *) im Jahre 1869, dann Dumas*) im Jahre 1874 stellten fest, daß während der Alkoholgärung bei Anwe¬ senheit von Schwefel durch Hefe Schwefelwasserstoff entsteht. Das ist eine gutbekannte Tatsache in der Praxis der Gärungs¬ industrie, besonders bei der Weinbereitung, denn der gärende Weinmost enthält oft bedeutende Mengen von Schwefel, welcher beim Weinbau als Heilmittel gegen Pilzkrankheiten angewendet wird. A. Osterwalder8) wies darauf hin, daß es Heferassen gibt, welche HjS nur bei Anwesenheit von freiem Schwefel bilden, und andere, die auch Schwefel in gebundener Form reduzieren. Stagnitta-Balistreri4) stellt fest, daß nicht nur Hefe, sondern auch einige Mycoderma-Arten diese Reduktions¬ fähigkeit besitzen. Viele Forscher, wie Fr. Pfeifer, B. Haas, J. Klaudi und A. Svoboda, Ed. Hotter u. a. (siehe Hand- *) Julius Nessler, Die Bereitung, Pflege und Untersuchung des Weines. 1898, Stuttgart. *) Dumas, Recherches sur la fermentation alcoolique. Annales de Chimie et de physique. 6« sér., T. HI, p. 22. *) Landw. Jahrb. der Schweiz, 1903, Bd. 16, S. 498. 4) Arch. f. Hyg., 1893, Bd. 16, S. 10.