Einfluß des Sonnenlichts auf die Synthese von Alkaloidbanen durch Einwirkung alkoholischen Ammoniake auf die Aldehyde.1) IV. Mitteilung. Von 6. Inghilieri. (Der Redaktion zugegangen am 26. Juni 1912.) Durch Einwirkung ypn Ammoniak auf Butyraldehyd in alkoholischer Lösung während der Monate Juli und August bei einer Mitleitemperatur von 25—30°, und zuletzt eintägige Er¬ hitzung des Gemenges auf 100° gewann U. Schiff* *) im Jahre 1871 eine gelbe Flüssigkeit, woraus er verschiedene Produkte darstellte, unter anderen Dibutyraldin C8HnNO, und aus diesem, das er mit feinem Sand vermischt trocken destillierte, gewann er dann neben Wasser und Ammoniak eine Base in Form öliger, nach Coniin stark riechender Tropfen, aus welcher er ein Chlorplatinat von derselben Zusammensetzung wie das¬ jenige dieses Alkaloids darstellte. Eine Reihe von Versuchen ließ diese Base als ein Isomeres des Coniins erscheinen, und sie wurde infolgedessen Paraconiin genannt. Später gewannen Barbaglia und Gucci3) aus einem Gemisch von gleichen Volumina Isobutyraldehyd und mit Ammoniak gesättigtem Alkohol eine flüchtige Base von be¬ täubendem Geruch, welcher an den des Coniins erinnerte, und fanden, daß es zum Gelingen der Reaktion Hauptbe¬ dingung war, die Mischung nicht zu erhitzen, sondern l) Die dieser Arbeit vorausgehende Mitteilung wurde im Jahre 1911 in den Atti delle R. Acc. Fisiocr., Bd. 220, $ 771—773 veröffentlicht. *) Gazz. chim. ital., Bd. I, S. 46; Ber., Bd. 5, S. 42 (1872); Liebigs Ann. d. Chem., Bd. 152, S. 352 (1872). *) Extrakt aus dem Verbalprozeß der Scienze Nat. (Pisa), Bd. 13, S. 47.