Untersuchungen Ober die chemische Zusammensetzung und Bildung der Enzyme. V. Mitteilung. Zur Kenntnis der Invertasebildung. Von Hans Euler und Hermann Meyer. Mit sechs Kurvenzeichnungen im Text. (Aus dem biochemischen Laboratorium der Hochschule Stockholm.) (Der Redaktion zugegangen am 8. Mai 1912.) Bis jetzt ist der Verlauf der Enzymbildung in zwei Fällen verfolgt worden, nämlich die Bildung der Galaktase bezw. des die Galaktose vergärenden Enzymkomplexes und die Bildung der Invertase.1) Im ersten Falle handelt es sich unzweifelhaft um eine Anpassung an das Nahrungssubstrat, denn es hat sich gezeigt, daß nur die Vorbehandlung mit Galaktose die erwähnte Änderung der Gärungsfähigkeit hervorruft. Dagegen scheint die Vermehrung der Invertasewirkung der Hefe durch Vorbehandlung mit zuckerhaltiger Nährlösung von der Natur des zugesetzten Kohlenhydrates ziemlich unab¬ hängig zu sein. Die quantitative Konstatierung dieser Tatsache war für uns wichtig genug, um den vorläufigen Versuch von Euler und Johansson ausführlicher zu wiederholen. Wir teilen zunächst die diesbezüglichen Messungen mit: Versuchsanordmmg. Zur Vorbehandlung wurden 5 g der abgepreßten, ge¬ waschenen Hefe in 500 ccm sterilisierter Lindnerscher Nähr¬ lösung eingetragen, welche im Liter enthielt: 0,25 g MgS04 ' 5 g KH2P04 4 » Asparagin 20 * Zucker. Die eine gewisse Anzahl Stunden vorbehandelte Hefe wurde abfiltriert und einige Minuten auf Ton getrocknet. Der dabei erreichte Gehalt an Trockensubstanz wurde jedesmal durch Entwässern eines Anteils der Hefe bei 90° bestimmt. Von dieser Hefe wurden 0,25 g in einer Mischung von 20 ccm 20°/oiger ') Diese Zeitschrift, Bd. 76, S. 388, 1912 und Bd. 78, S. 100, 1912.