Ein Korrektionsfaktor bei der Bestimmung von der Harnstoff- menge im Harn. Von Th. Kkecrantz und S. Erikson. iAu* der chemischen Abteilung des Pharmazeutischen Instituts zu Stockholm. (Der Redaktion zugegangen am 2t‘>. April l'J12.) Hei der Bestimmung der Harnstoffmenge im Harn unter Anwendung des Bieglerschen Beagenses wird nicht nur der Harnstoff unter Bildung von Kohlendioxyd und Stickstoff zersetzt, sondern auch andere in dem Harn vorfindliche, stickstoffhaltige Substanzen wie Harnsäure und andere Purin¬ körper. Kreatinin, Nucleo-Albumine u. a. erleiden dabei eine Zersetzung unter Stickstoffentwicklung, wodurch ein wenig fehlerhafte Analysenresultate erhalten . werden. Wenn auch der hierbei entstandene Fehler nicht besonders groß und für klinische Zwecke ohne Bedeutung ist, gibt es jedoch Fälle, wo es von Interesse sein kann, einen exakteren Wert für die Harnstoffmenge zu erhalten. Um die genannten stickstoffhaltigen Substanzen zu entfernen, benutzt man das schon iängst an¬ gewandte Verfahren, den Harn mit einer Mischung aus Phos¬ phorwolframsäurelösung (1:10) und 0,1 Volumen Chlorwasser¬ stoffsäure (D. = l,12) zu fällen. In dem Filtrat wird sodann die Menge Harnstoff bestimmt. Da indessen diese Fällung eine Zeit von mehreren Stun¬ den in Anspruch nimmt, haben wir festzustellen versucht, ob die Relation zwischen Harnstoff und den übrigen im Harn vorkommenden stickstoffhaltigen Substanzen im allgemeinen konstant ist, so daß man in der Praxis Gebrauch davon machen könnte. In der Tat scheint dies der Fall zu sein. Durch eine große Anzahl vergleichender Bestimmungen haben wir uns überzeugt, daß im allgemeinen die Verhältniszahl zwischen Hnppe-Seyler’s Zeitschrift (. physiol. Chemie. LXXIX. 12