Beiträge zur Kenntnis der stickstoffhaltigen Bestandteile der Pilze. Von Camille Keuter ibtiKrmbiirj'i. An- .loin aÿiiknlliircliomis. lion Laboratorium -l.-r l\i.lj:en;.sMMh.* *ii T.n |,nis.-1ioii Hnrlis. hui.* in Ziirirli.) (I)or Heilaktinn /n^fgaii^i-n am 13. Mar/ l'.Ui.i Einleitung. Die vorliegende Arbeit bildet eine Fortsetzung der im hiesigen Institute von K. Winterstein und seinen Schülern ausgeführten Untersuchungen über die chemische Zusammen¬ setzung der Filze. Fine eigene Stellung in der Pllanzenwelt nehmen die in vieler Hinsicht so merkwürdigen Filze ein. Die für das Pflanzen¬ reich charakteristische Cellulose fehlt bei allen daraufhin unter¬ suchten Arten völlig. Dafür enthalten sie aber reichlich Chitin, welches man früher als ausschließlich dem Tierreiche zugehörig betrachtete. Auch Harnstoff wurde in den Filzen aufgefunden. Chlorophyll wurde bei keiner Art konstatiert, und im Zusammen¬ hang damit steht auch das Fehlen der pflanzlichen Stärke. Ihre Holle als Reservekohlenhydrat übernimmt, wie im tierischen Or¬ ganismus, das Glykogen. Alle diese interessanten Tatsachen rücken die Pilze in bezug auf ihre chemische Zusammensetzung dem Tierreiche näher, und sie bilden in neuerer Zeit den Gegen¬ stand emsiger Forschungen. Über die in ihnen vorkommenden Zuckerarten besitzen wir die sorgfältigen Arbeiten von K. Dour- quelot.1) Die Untersuchungen von E. Winterstein2) und von *• Hull. soc. mycologi<|u<‘ de Krane»*. Md. .">—U ilHSii 9:ii. *i H. Md. 27. S. 3113 (1891). Il"|i],f-Spy|i;r s Zoit» lirift f. physiol. Chemie. LXXVIII. 12