Zur Physiologie <le* Wassers und des Kochsalzes. <Sf) Muskelarbeit gebildet waren. Auftirund unserer Beobachtungen nehmen wir an, dal) es sich um die Ausscheidung des Wassers handelt, das infolge des Durstes getrunken wurde, von dem Körper aber mangels Salzzufuhr nicht angesetzt werden konnte. Am 8. VIII. früh, also nach der ersten Nacht der C.l-armen Periode, haben wir die Entleerung ungewöhnlich reichlicher Harnmengen beobachtet, die olfenbar durch dasjenige Wasser bedingt waren, das wie auch sonst infolge des heftigen Durstes getrunken worden war, dem aber diesmal das zur Bindung im Körper nötige Kochsalz fehlte, ln direktem Zusammenhang hiermit steht die zweite Erscheinung, die von vielen Bergsteigern und Touristen besonders in der Anfangszeit ihres Bergsteigens schon beobachtet worden ist. Erfahreneren Touristen pllegt das nicht zu geschehen, unerfahrene aber geraten gelegentlich in die Lage, daB sie sich übermäßig anstrengen und heftigen Durst empfinden, und daß sie nun aus jeder Ouelle oder jedem Wasser¬ lauf trinken, aber ihren Durst nur ganz vorübergehend löschen können. Im Gegenteil, populär wird gesagt, je mehr man trinkt, desto durstiger würde man. Auch dies hängt offenbar so zu¬ sammen, daß infolge der starken Salzverluste mit dem Schweiß das verlorene Keduktionswasser nicht wieder angesetzt werden kann. Sobald man etwas genießt und damit in der Hegel Koch¬ salz zuführt, kann man seinen Durst wieder löschen. Lnterwegs ist die Durststillung durch den Mangel an Salz erschwert. Wir haben den Versuch gemacht, hei anstrengenden Bergbesteigungen außerhalb dieser Versuche unterwegs mehr Kochsalz zu uns zu nehmen, als es in der Hegel in dem Proviant enthalten ist, und wir meinten subjektiv einen günstigen Erfolg zu verspüren, indem wir den Durst nun leichter löschen konnten. r Ist unsere Deutung der letztbesprochenen Erscheinung richtig, so würde für die Allgemoinemptindung des Durstes eine interessante Schlußfolgerung gezogen werden müssen, daß sie nämlich mit den Verhältnissen der Wasserreservoire im Körper zusammenhängt, und daß nicht etwa eine gesteigerte Konzen¬ tration des Blutes den Durst hervorruft. Bei Betrachtung unserer Kurven fällt übrigens auf, daß trotz bestehenden Chlormangels der Ansatz des Wassers im