Über die bei der Isolierung der Monoaminosäuren mit Hilfe der Estermethode entstehenden Verluste. II. Mitteilung. Von Emil Abderhalden und Arthor Weil. « • (Aus dem physiologischen Institute der Universität Hallt1 a. S.) (Der Redaktion zugegangen am HO. Dezember 1911.> ln der ersten Mitteilung ») war festgestellt worden, daß aus¬ gehend von reiner Asparaginsäure mit Hilfe der Estermethode ca. 50—55°/o wieder gewonnen werden. Bei der Glutamin¬ säure wurden bis zu 70°/o des Ausgangsmateriales isoliert. Die Verluste an diesen Dicarbonsäuren sind somit ganz be¬ trächtliche. Wir haben nun die Versuche auf Glykokoll, d- Alanin und 1-Leucin ausgedehnt und für jede einzelne Amino¬ säure bestimmt, wie viel man von ihr zurückgewinnt, wenn man die Estermethode anwendet. Schließlich haben wir Gly¬ kokoll, d-Alanin, 1-Leucin, 1-Asparaginsäure und d-Glutamin- säure vereinigt und dann jede einzelne Aminosäure mit Hilfe »1er Estermethode zurückgewonnen. Die Ausbeute an den einzelnen Bausteinen betrug im letzten Falle beim Glykokoll ca. :>0°/o des Ausgangsmateriales, beim d-Alanin 57°/<>, beim dl-Leucin 66°/o, bei der Glutaminsäure 58°/o und bei der 1-Aspara- ginsäure ca. 40°/o. Glykokoll allein verestert lieferte bis zu ß2.5ft/o Ausbeute, d-Alanin bis gegen 70°/« und dl-Leucin gegen 80°/o. Wir haben neben den unten mitgeteilten Versuchen noch eine Reihe anderer ausgeführt, bei denen wir jedoch die Ver¬ luste, die bei den einzelnen Operationen eintreten, nicht mit '» I. Mitteilung. Diese Zeitschrift, Bd. 74, S. 445. 1911.