Über urantitrimetrieche Phosphorbeetimiming in Nahrungsmitteln und anderen organischen Stofen und die Fehler dos Vorfahrens. Von Dr. phil. et med. Am. Vosirlk. (An» «1er k. k. Universitätskiliderklinik in Graz Vorstand: l’rof. Dr. Josef Langer.) (Der Redaktion zugegangen am tl. Dezember 1911.» Das titrimetrische Uranverfahren1) wird zur Bestimmung von organisch gebundenem Phosphor so selten benützt, daß mir aus der Literatur nur zwei Arbeiten bekannt sind, bei welchen das geschehen ist, eine Arbeit von H. Malfatti*) über Nudeine und eine von 0. Löwi3) über Nucleinstoff- wechsel. Der Grund hierfür ist wohl der, daß die Methode für diese Zwecke nicht genügend durchgearbeitet und nicht zuverlässig ist. Das ersieht man auch aus den Berichten und Ergebnissen der beiden Autoren. Nur Malfatti hat die Me¬ thode mit Erfolg angewandt, Löwi dagegen hat sie nach mehreren Versuchen als unzuverlässig aufgegeben. Die Verfasser waren bei der Ausführung der Methode sehr verschieden vorgegangen. Malfatti oxydierte die Sub-, stanz mit Sodasalpeter, neutralisierte die wässerige Lösung der Schmelze mit Essigsäure und titrierte mit Üranylacetat gegen Ferrocvankalium als Indikator. ') Das Verfahren wurde von Chari. Leconte ( 1853) angegeben, von Carl Neubauer (185») weiter ausgebildet und von Chart. Malot (1887) durch Einführen des Cochenillefarbstoffs als Uranindikator ver¬ einfacht, um seit dieser Vereinfachung zu den Standmethoden der physio¬ logisch-chemischen Analyse zu zählen. *) Hans Malfatti, Beiträge z. Kenntnis d. Nudeine. Diese Zeit¬ schrift. Bd. 16, S. 81 ff. (1892). ) Otto Löwi. Untersuchungen überdenNucleinstoffwechsel, Archiv für exper. Path. u. Pharm.. Bd. 45, S. 157 ff. (1901).