Harald K y lin. m hält man das Phykoerythrin nicht in Krystallen, sondern in kleinen Körnchen. Versetzt man eine Phykoerythrinlösung aus Delesseria sanguinea mit so wenig Ammoniumsulfat, dal» noch nach einem Tage kein Niederschlag entstanden ist, und läßt sie dann ruhig verdampfen, fällt das Phykoerythrin nach und nach in Form von größeren Körnchen oder unregelmäßig entwickelten Krystallen aus. Gut entwickelte Krystal le habe ich aus dieser Alge niemals erhalten. Die Versuche wurden mehrmals wiederholt, und drei verschiedene Extraktionsserien jedesmal mit neuem Material gemacht. Das Material ist teils im Juni, teils im August gesammelt worden. Eine wässerige Lösung des Phykoerythrins aus De¬ lesseria sanguinea ist schon früher von Reinke (1886, S. 229) speklrophotometrisch ausgemessen worden, und da die Ausmessung mir ganz gut erscheint, möchte ich die Resultate derselben hier wiedergeben. Reinke schreibt (a. a. 0.): Die Absorption steigt langsam an vom äußersten Rot durch Orange und Gelb, um im Grün bei X 568 rapide das Hauptmaximum zu erreichen, welches zugleich einem Absorptionsband entspricht. Darauf fällt die Kurve auf X 556 zu, erreicht ein zweites, ge¬ ringeres Maximum bei 545 (ebenfalls Absorptionsband), fällt dann bis zu einem Minimum bei 515, erhebt sich zu einem dritten (kleinsten) Maximum zwischen 500 und 508 (auch Ab¬ sorptionsband), um von dort gegen das violette Ende des Spek¬ trums stark abzufallen.» ln der Tabelle 2 ist die von Re ink e gemachte spektro- photometrischo Ausmessung mit einer von mir gemachten zu¬ sammengestellt. Aus Reinkes Ausmessung (a. a. 0.. Tabelle 12. S. 230) ist nur das Spektralgebiet, welches die Absorptions¬ bänder umfaßt, mitgenommen, und aus meiner Ausmessung nur die relativen Extinktionskoeffizienten der Maxima und Minima Wie aus der Tabelle hervorgeht, stimmte Reinkes Aus¬ messung verhältnismäßig gut mit der meinigen überein. Werden die Angaben meiner Ausmessung in der erwähnten Tabelle mit denjenigen verglichen, die ich früher hinsichtlich der Lage und der relativen Stärke der Maxima und Minima im Absorptions¬ spektrum einer Phykoerythrinlösung aus Ceramium rubrum