Über die roten und blauen Farbetoffe der Algen. Von Harald Kylin. Mit zwei Kurvenzeichnungen im Text und einer Tafel: (Aus dem medizinisch-chemischen Institut der Universität Upsala.i (Der Redaktion zugegangen am fl. Dezember 1911.) In einer früheren Arbeit (1910) habe ich nachgewiesen, daß es bei Ceramium rubrum (Huds.) Ag. zwei wasserlösliche Chromatophorenfarbstoire gibt, nämlich Phykoerythrin und Phvkocyan. In vielen wesentlichen Eigenschaften zeigten sich diese miteinander übereinstimmend, und die wichtigeren dieser Eigenschaften wurden in folgender Weise zusaramengefalh (Kylin, 1910, S. 235): 1. «Beide sind Proteinstolfe, die der Proteidgruppe an¬ gehören : sie sind aus einer Eiweiß- und einer Farbenkomponente zusammengesetzte 2. «Beide sind in reinem Wasser unlöslich, lösen sich aber bei Zusatz einer ganz kleinen Alkalimenge oder eines Neutralsalzes aut und zeigen im ganzen die Löslichkeits- und Fällbarkeitsverhältnisse der Globuline.» 3. «Beim Kochen oder beim Zusatz einer geeigneten Menge von Säuren oder Alkalien spaltet sich die Eiweißkomponentc von der Farbenkomponente. 1. «Bei Alkalibehandlung ergibt sich eine grüne Lösung mit braunroter Fluorescenz. » Die beiden Farbstoffe wurden zu einer gemeinsamen Gruppe zusammengefaßt, für welche der Name Phykochromo- proteide vorgeschlagen wurde. Nach Veröffentlichung der angeführten Arbeit habe ich mehrere Florideen untersucht, um nachweisen zu können, oh