Weiteres fiber die spezifische Hemmung der Labwirkung. Von S. G. Hedin. (I>er lîedaktKin /Uÿostaiigen am ii. I>e/einl»er 1‘MI . In meiner letzten Mitteilung habe ich gezeigt, daß durch lielmndlung von neutralen Infusionen der Magenschleimhäute von Kalb, Meerschweinchen und Hecht mit schwachem Am¬ moniak und darauffolgendem Neutralisieren erhaltene Hemmungs- korpor in spezifischer Weise nur oder vorzugsweise die Wirkung des arteigenen Labenzyms hemmen.^ Die Hemmungskörper werden aus den entsprechenden Zymogenlösungen in dergleichen Weise erhalten, sind aber trotzdem verschieden. Seitdem ist es mir gelungen, auch aus der neutralen Infusion des Schweine¬ magens durch Behandlung mit Ammoniak eine Substanz her- zuslellen, welche die Wirkung des Schweinelabs hemmt, aber die Wirkung der anderen untersuchten Labenzyme nicht be¬ einflußt. Auch habe ich Gelegenheit gefunden, die vorher er¬ haltenen Hemmungskörper etwas näher zu studieren und mit¬ einander zu vergleichen. Über die angedeuteten Tntersuchungen wird im folgenden berichtet. Hemmungskörper vom Meerschweinchen ln der letzten Mitteilung wurde gezeigt, daß die neutrale Infusion der Magenschleimhaut bereits eine schwache Lab¬ wirkung zeigt, was nach dem früher Mitgeteilten auch beim Kalbsmagen der Fall ist. Beim Behandeln der neutralen In¬ fusion mit Ammoniak geht die Labwirkung in Hemmung über und bei darauffolgender Behandlung mit HCl kommt Labwirkung wieder zum Vorschein, was alles mit den für den Kalbsmagen gefundenen Tatsachen im Einklang steht. Wurde das Kalbs- x y mögen zunächst mit HCl behandelt und erst dann- mit NH3. >o wurde kein H. K. erhalten. Ganz dasselbe finden wir bei der ') Bieso Zeitschrift, Rd. 74. S. 242. BMI.