Zur Methode Kjeldahle. Von V M. Siegfried und O. Weidenhaupt. (Der Redaktion zugegangen am 18. November 1911.) (Aus der ehern. Abteilung des physiologischen Institutes der Universität Leipzig.» • Hona1) gibt an, daß der eine von uns nach brieflicher Mitteilung beim Aufschlüsse der Substanz nach dem letzten Zusatze von Permanganat 3 Minuten weiter erhitze. Auf diese Weise wird im hiesigen Laboratorium regelmäßig verfahren und stets mit gutem Erfolge. Werden Lösungen von unkon¬ trollierbarem N-Gehalte analysiert, so werden zwischendurch Analysen reiner Substanzen, gewöhnlich von Glykokoll, aus¬ geführt, sodaß das Auftreten irgendwelcher Fehlerquellen be¬ merkt werden würde. Kürzlich hat C. A. Andersen2) hervorgehoben, man dürfe nach dem Zusatze von Permanganat nicht wieder kochen. Er beruft sich auf Kjeldahl,3) welcher sagt: «Bei Eintritt der grünen Farbe ist die Oxydation beendigt; gewöhnlich habe ich danach die Kochflasche 5—10 Minuten über sehr schwacher Flamme stehen lassen, ohne jedoch dieser Prozedur weitere Bedeutung zuzuschreiben. Dagegen darf man die grüne Flüssig¬ keit durchaus nicht stark erwärmen, wodurch unter starker Sauerstoflentwicklung eine Reduktion des Manganoxydsalzes eintritt; hierdurch wird die Flüssigkeit wieder hell, und, wie *) Handbuch efer biochem. Arbeitsmethoden von E. Abderhalden. Berlin 1909, Bd. 1, S. 955. *) Der Harn usw. von C. Neuberg, Berlin 1911, S. 530. 3) Zeit sehr. f. analytische Chemie, Bd. 22, S. 375.