Notiz zur Frage der Quadriurate. Von W. E. Ringer. (Aus dem physiologischen Laboratorium der Universität Utrecht.) (Der Redaktion zugegangen am 15. August 1911.) Die Abhandlungen von Rudolf Köhler1) über die Frage der Quadriurate veranlassen mich zu einigen Bemerkungen. Kohler findet, daß bei der Darstellung der Quadriurate nach der Acetatmethode die Zusammensetzung der gebildeten Sedimente je nach der der Lösungen wechselt. Das Verhältnis von Harnsäure zu Base konnte jeden Wert haben ; aus 3 - 5°/«igen Acetatlösungen erhält man Sedimente mit der Zusammen¬ setzung des Quadriurats (wenigstens annähernd), aus 10°/oiger Lösung Monometallurat mit meistens etwas zuviel Base. Die Produkte, deren Zusammensetzung der des Monometallurats entspricht, wurden auch von Wasser zersetzt. Die Erklärung für diese Reaktion mit Wasser suchte Kohler in adsorbierter Essigsäure. Frisch gefälltes, mit 10°/oiger, mit einer Spur Essigsäure angesäuerter Acetatlösung geschütteltes Mononatri¬ umurat zeigte Zersetzung mit Wasser. ln seiner zweiten Abhandlung glaubt Kohler den Beweis für die Nichtexistenz des Quadriurats gebracht zu haben, Er zeigt nämlich, daß die Löslichkeit der Harnsäure in reinem Wasser durch Zugabe eines Urats abnimmt. Daß nun aber die adsorbierte Säure jedenfalls nicht immer als Erklärung für die Wasserzersetzlichkeit herangezogen wer¬ den kann, geht schon aus einer Arbeit von Tunnicliffe und Rosenheim2) hervor. Diese Autoren konnten Sedimente mit *) Diese Zeitschrift, Hd. 70. S. H60 (1010); ltd. 72. S. lßO (1011). *) The Lancet. 78, I, 1708 (1000). Kohler zitiert diese Arbeit in seiner ersten Abhandlung gar nicht.