510 E. Abderli alden, Bemerkung zu der Arbeit von A. H. Koelker. Diese Darstellung ist irreführend und muß den Anschein erwecken, als hätten Wir uns mit der Spaltung der dl-Aminobuttersäure begnügt und nicht erkannt, daß die von uns isolierte 1-Aminobuttersäure optisch nicht rein war. Die Bemerkung, daß sich «das Urteil der Verfasser auf Untersuchungen stütze, welche der Verbesserung fähig sind>, könnte ferner leicht zu der Anschauung führen, als wären die von uns angewandten Methoden ungenügende gewesen. Das ist keineswegs der Fall. Die Ur¬ sache des geringen DrehungsVermögens liegt in der unvollständigen Spaltung der dl-Aminobuttersäure durch die Hefezellen. Neuere Versuche führten zu höheren Werten. In keinem Falle erreichten wir jedoch Werte, die mit den von Emil Fischer und Mouncyrat und auch mit den von mir, Chang und Wurm festgestellten ganz überein¬ stimmten. Koelker gibt selbst an. daß es ihm nicht gelungen ist, durch Hefespaltung optisch reine 1-Aminobuttersäure zu gewinnen! Aus den einleitenden Bemerkungen geht hervor, daß Koelker ver¬ schwiegen hat, daß wir vor ihm die Spaltung von racemischen Poly¬ peptiden vorgenommen und als weiteren Beweis für das verschiedene biologische Verhalten von d- und 1-Aminobuttersäure hcrangezogen haben. Seine Mitteilung bestätigt unsere Befunde vollständig. Wir setzen unsere Versuche fort und werden demnächst über eine Reihe weiterer Poly¬ peptide berichten, an deren Aufbau a-Aminobuttersäure beteiligt ist.