î Weitere Versuche über die Verwendung des Elastins zum Nachweis von proteolytischen Fermenten. Von Emil Abderhalden und Karl Kiesewetter. (Aus dem physiologischen Institute der tierärztlichen Hochschule,.Berlin il)er Redaktion zugegangen am 1*. August lüll.) ln einer Reihe früherer Arbeiten1) ist gezeigt wurden, daß es gelingt, aus Magensaft, Rankreassaft, Darrninhalt, Faeces usw. mit Hilfe von Elastin proteolytische Fermente nachzuweisen. Es handelt sich bei all diesen Versuchen um die Aufnahme von Ferment durch das Albuminoid. In ganz ähnlicher Weise haben bereits andere Forscher (Grützner) die Eigenschaft des Fibrins, Ferment zu absorbieren, zum Nachweis von proteolytischen Fermenten benutzt. Elastin erscheint uns in vieler Beziehung als geeigneter, einmal, weil es ein sehr festes Material darstellt, das außerdem sehr schwer zerfällt. So kann man Elastin längere Zeit in Verdauungsflüssigkeiten aufbewahren und es sich mit Fer¬ ment laden lassen, ohne daß man an ihm äußerlich. Ver¬ änderungen feststellen kann. Es läßt sich ferner Elastin, nachdem man es aus dem zu untersuchenden Substrat ent¬ fernt hat, gründlich von allen Verunreinigungen durch Ab- *) Emil Abderhalden und Eugen Steinbeck,, Beitrag zur Kenntnis der Wirkung des Pepsins und der Salzsäure. Diese Zeitschrift, Bd. 68, S. 293, 1910. — Emil Abderhalden Und Fr. W. Strauch. Weitere Studien über die Wirkung der Fermente des Magensaftes. Ebenda, Bd. 71, S. 315, 1911. — Emil Abderhalden und Franz Wachsmuth, Weiterer Beitrag zur Kenntnis der Wirkung des Pepsins und der Salzsäure auf Elastin und einige andere Poteine. Ebenda, Bd. 71, S. 339, 1911. — Emil Abderhalden und Fr. Friede!. Weitere Beiträge zur Kenntnis der Wirkung des Pepsins. Ebenda, Bd. 71, S. *149, 1911. — Emil Abderhalden und Otto Meyer. Über den Nachweis von aktivem Pepsin im Darminhalt mittels Elastin. Ebenda. Bd. 74, S. B7. 1911.