Defekte Verdauung und Resorption. I. : 855 bunden, bei zwei Hunden wurde fast das ganze Pankreas (aus¬ genommen ein Teil des linken Schenkels) ausgeschnitten. Der fünfte Hund war ein normaler und diente zur Kontrolle. Bei einem pankreaslosen Hund war die Fistel einige Zentimeter vor der Ileocoecalklappe angelegt, bei allen übrigen 120 cm proximalwärts im oberen Ileum. Mittels der Caseinprobe und Serumeiweißröhrchen an Chymus- und Faecesfiltraten wurde festgestellt, daß nur die Pankreasexstirpation ein völliges Verschwinden des Pankreas¬ saftes aus dem Darme zur Folge hatte. Bei diesen Hunden trat nach einiger Zeit ein typisches Pankreasdiabetes auf. Die Versuche bestanden darin, daß die nüchternen Hunde im Gestell bei offener Fistel mit einer bestimmten Nahrung (gemahlenes Fleisch, welches durchschnittlich 9,6 g N, darunter 7,7 g koagulierbarer Substanzen, hatte — allein oder mit verschiedenen Zusätzen wie Traubenzucker, Erythrodextrin, Schweinefett — Milch; Eiergelb) gefüttert wurden, und der ge¬ samte Fistelchymus aufgenommen und analysiert wurde. Bei \ erfütterung mit Eiergelb war die Fistel geschlossen und wurde nur 3—5 Stunden nach der Nahrungsaufnahme für je l!i Stunde geöffnet, um eine Chymusportion aufzunehmen. Das Endresultat der gesamten Verdauung und Resorption wurde beim StofT- wechselversuche an einem der pankreaslosen Hunde erörtert Die bis jetzt gewonnenen Daten berechtigen uns zu folgenden Schlußfolgerungen: 1. Die Obiiterierung der Pankreaticoduodenal- gefäße verursacht eine kaum merkliche Störung der normalen Vorgänge im Verdauungstraktus. 2. Der Ausschluß beider ducti pankreatici beein¬ flußt vorübergehend in geringem Maße die Verdauung. Die unbedeutenden Störungen werden endlich ganz gut kom¬ pensiert. 3. Wird der Zutritt des Pankreassaftes in dem Verdauungstraktus völlig abgeschlossen, was nur durch Pankreasexstirpation zu erreichen ist, so werden die Nah¬ rungsstoffe, entsprechend den mehr oder weniger normalen Verhältnissen des Magen- und Darmsaftes,