330 London, Dagaew, Stassow und Holmb erg, II. Die Folgen einer partiellen und totalen Entfernung des Magens Von W. F. Dagaew. Die aus dem Titel hervorgehende Aufgabe der vorliegenden Untersuchung wurde einer möglichst detaillierten Bearbeitung an Hunden unterzogen, die im Vergleich zu den Kontrollieren auf dreierlei verschiedene Art operiert worden waren. Bei einer Reihe der Versuchshunde (6 an der Zahl) wurde mitsamt dem Pylorus die ganze pars pylorica des Magens ent¬ fernt, wobei in einem Teil der Fälle 1. das offene Ende (ge¬ nauer der Anfangsteil) des Duodenums in die hintere Wand des Fundus eingenäht wurde ; in einem anderen Teil, 2. das Duo¬ denumende vernäht und eine Anastomose zwischen Magen und Jejunum, 20—25 cm von der plica duodenojejunalis entfernt, hergestellt wurde. Bei einem Hunde hatten wir uns auf letzteres Vorgehen beschränkt, da aber der Hund sich nur langsam nach der Operation erholte, an häufigem Erbrechen litt und nach ca. 3 Wochen an einem Ulcus zugrunde ging, das sich gegen¬ über der Anastomose entwickelt hatte, so wurde bei zwei anderen Hunden die Operation durch eine Jejunojejunostomie ca. 10 cm oberhalb der Gastroenterostomose vervollständigt. Bei einem Hunde wurde der ganze Magen, vom Ösophagus an, etwas über der Cardia bis zum Duodenum, etwas unter dem Pylorus reseziert. Alle diese Hunde wurden mit Magen- oder Darmfisteln versehen, wobei letztere am Ileum, 12o cm von der Ueoeoecalklappe entfernt, angelegt wurden. Als Kontrolliere dienten entsprechende Fistelhunde, bei denen die anatomisch-physiologischen Verhältnisse des Gastrointestinal¬ traktes unverändert geblieben waren. Im ganzen wurden 8 Hunde zu den Versuchen heran¬ gezogen und an ihnen mehr als 100 Versuche gemacht. Zur Verfütterung gelangten : Traubenzucker- und Amylodextrinlösung, Kuhmilch, Pferdefleisch, zermahlen und in Stücke von ver¬ schiedener Grolle geschnitten, Fleisch, gemischt mit einer wasser¬ haltigen Stärkeemulsion, Schweineschmalz und endlich eine gleichmäßige Mischung von Fleisch und Schweineschmalz.