Über den Nachweis von aktivem Pepsin im Darminhalt mittels Elastin. Von Emil Abderhalden und Otto Meyer. (Aus dem physiologischen Institute der tierärztlichen Hochschule, Berlin.) . (Der Redaktion zugegangen am 27. Juli 1911.) In einer früheren Mitteilung ist darauf hingewiesen wor¬ den, daß die Albuminoide Pepsin adsorbieren, und daß dieses dann im Innern der betreffenden Eiweißkörper seine Wirkung entfalten kann. Das Pepsin bleibt unter diesen Bedingungen auch dann wirksam, wenn das äußere Medium neutral und sogar alkalisch reagiert. Das Pepsin ist im Innern des Albu¬ minoids geschützt, und erst, wenn eine weitergehende Pepton¬ bildung und damit günstigere Bedingungen für eine Diffusion der Außenflüssigkeit gegeben sind, dürfte der Wirkung des Pepsins ein Ziel gesetzt sein. Die hohe Bedeutung der Pep¬ sinsalzsäurewirkung für die Verdauung der Albuminoide ist schon längst durch die Arbeiten Kühnes und Ewalds und feiner A. Schmidts erkannt. Die erwähnten Beobachtungen lassen den Schluß zu, daß die Pepsiriverdauung der Albumi- noide nicht im Magen ihren Abschluß findet, sondern im Darm¬ kanal in großem Umfange fortgesetzt werden kann. Werden Albuminoide mit der Nahrung aufgenommen, dann dürften ) Emil Abderhalden und Eugen Steinbeck, Beitrag zur K‘ hn|nis der Wirkung des Pepsins und der Salzsäure. Diese Zeitschrift, 08. S. 293, 1910 und Emil Abderhalden u. F. W. Strauch, Wei- ‘erp *tudien über die Wirkung der Fermente des Magensaftes. Ebenda, Bd 71, S. 315, 1911. 5*