100 H. Euler und S. Kullberg, Über das Verhalten von Hefenenzyme. das CaS04 die Gärung. Wird eine 10°/o ige Çlukoselôsung durch 0,5 g abgepreßte Hefe H bei 30° mit der Geschwindig¬ keit 1 vergoren,l) so beträgt die Gärungsgeschwindigkeit, wenn die gleiche Lösung 2°/oig in bezug auf NaH8P04 ist, k — 1,4. Wird die gleiche Hefe getrocknet, so ist die Beschleunigung erheblich größer, wie der folgende Versuch zeigt; bei welchem die Lösung a in bezug auf NaH8P04 l°/oig war. während die Lösung b kein Phosphat enthielt. Unmittelbar nach der letzten Ablesung wurde die Drehung der Lösung ermittelt, um die Menge des in der Zeit t ver¬ schwundenen Zuckers mit der Menge der in der gleichen Zeit entwickelten Kohlensäure zu vergleichen. Solche Vergleiche hat der eine von uns mit lebender Hefe angestellt; sie gaben einen Aufschluß über die Menge der in der Lösung anwesenden Zwischenprodukte.2) Tabelle 6. Minuten ccm a co4 b In °/o der gesamten CO* * a | b Drehung a | b Drehungsänderung in’0/« a | b 0 0,0 0,0 0,0 j 0,0 2,15 2,15 0.0 0,0 300 29,0 16,2 — i ■— — -• — _. ’ 400 36,5 19,5 i — — _ _•' 1320 77,0 34,0 14,38 i 6,35 1,82 2,03 15,82 5,12 Die Differenz zwischen der entwickelten C02 und dem umgewandelten Zucker ist hier auffallenderweise sehr viel geringer als bei der Gärung mit lebender Hefe, wo zuweilen die Drehungsänderung das Doppelte des aus den entwickelten Kohlensäuren theoretisch berechneten Wertes beträgt. Wir be¬ halten uns die Erweiterung und Berechnung dieser Versuche auf eine folgende Mitteilung vor. 11. Euler und G. Lundeqvist, Diese Zeitschrift, Bd. 72, 1911. *) H. Euler und A. Fodor, Svenska Vet. Akad. Arkiv f. Kemi. Bd. 4, 1911.