Über das Verhalten freier und an Protoplasma gebundener Hefenenzyme.1) Von Hans Euler und Sixten Kullberg. . , Mit sieben-Figuren im Text. - , <\n* dem biochemischen Laboratorium der Hochschule Stockholm.) (Der Redaktion zugegangen am 18. Mai 1911.) In bezug auf Wirksamkeit, Löslichkeit und Verhalten gegen iinästhetisierende Mittel bestehen zwischen den kohlenhydrat¬ spaltenden Hefenenzymen, der Zymase (im weiteren Sinne), der Mältase und der Invertase erhebliche und anscheinend sehr wesentliche Unterschiede. Es soll in der vorliegenden Mitteilung gezeigt werden, daß die Versuchsergebnisse, welche hinsicht¬ lich dieser drei Enzyme vorliegen, sich Von einem gemeinsamen Gesichtspunkt aus darstellen lassen. Wir geben zuerst eine Zusammenfassung der Hierher ge¬ hörenden Tatsachen. I. Zymase. ‘ . Lebende Hefezellen vergären Glukose unter folgenden Be¬ dingungen.2) Die Gärung verläuft um so schneller, je verdünnter die Zuckerlösung ist. Nach Aberson verhält sich die Geschwindig¬ keit in 14°/oiger Glukoselösung zu der in 8,5 °/o igér Lösung wie 64,4 zu 93,3. Nach Slator3) besteht, ein Maximum der Geschwindigkeit in 4 °/oiger Lösung. j,. Damit steht in Zusammenhang, daß die Formel für Reak¬ tionen erster Ordnung nicht zutrifft, sondirn daß die nach V) Z. T. aus Svenska Vct. Akad. Arkiv f. Kemi, Bd 4, Nr. IS, 1911 *) Rec. Trav. Ohim. Pays-Bas, Bd. 22, S.. 78, 1903! *) Journ. Chem. Soc., Bd. 89, S. 133, 1906.