Bemerkungen zu einer Fußnote der Küster sehen Abhandinng «Beiträge zur Kenntnis des Blutfarbstoffs». Von L. Marchlewski. (Der Redaktion zugegangen am i. Juni titln.i AnfSeite226dieser Zeitschrift Band LXVI findet es Küster seltsam, daß ich in meiner Monographie über die. Chlorophylle und den Blutfarb¬ stoff (Braunschweig 1009) behaupte, es wäre ohne Schwierigkeiten mög¬ lich, krystalüsierfes Bromhämin darzustellen. Ich sehe nicht ein, warum Küster soviel Verwunderung an den Tag legt, denn meine Behauptung entspricht durchaus den Tatsachen. Wie ich mit Hetper hervorhob,’} er¬ hält man unter den beschriebenen Bedingungen äußerst leicht Krystalle, dieselben enthalten aber etwas Äthoxyl (0,89°/o), und hätte ich damals mehr von der Substanz zur Verfügung, so hätten weitere Kristallisationen sicherlich zu einem äthoxylfreien Produkt geführt. Küster scheint unter dem Eindrücke zu sein, daß ich durch das Hervorheben der leichten Krystallisierbarkeit des Bromhämins auch seine leichte Reindarstellung gemeint habe: einer solchen Auffassung wider¬ spricht aber der klar ausgesprochene Inhalt der von ihm zitierten Arbeit. Bezüglich der Zusammensetzung des Bromhämins findet. Küster in der Tat eine irrige Angabe in meiner Monographie, dieselbe aber als «Entstellung der Tatsachen» hinzustellen, ist doch wohl zu stark gesagt. Es handelt sich einfach um die Zitierung zweier Formeln an verkehrten Stellen, anstatt C34H3304N4BrFe schrieb ich C32H3lBrN4FeO:, • C^HjOH und umgekehrt. Ebenso befremdend ist die Kritik, welche von dem genannten Verfasser an meinem Artikel über Dehydrochloridhämin geführt wird. Ich habe doch niçhthehauptet,daß dieerste Vorstellung über das Wesen der Umscheidung von Schälfejew von irgendjemandem anderen als Küster herrührt; nichts¬ destoweniger ist es Tatsache, daß Dehydrochloridhämin bereits vor. Küster beobachtet wurde. Das Seltsamste dabei ist, daß Küster jetzt selbst, wie es scheint unwissentlich, das gleiche schwarz auf weiß behauptet, wofür er mir einen Vorwurf macht ; heißt és doch : Die Umsetzung des Hämins mit schwachen Basen beruht sehr wahrscheinlich auf einer Salz- ') Bull, de TAcad. des Sciences de Cracovie. 190$, 797.