Über das Verhalten des p-Aminophenylalanins beim Alkaptonuriker. Von L. Blum. (Aus der mediz. Klinik zu Straßburg, Dir. Pror. Moritz.) (Der Redaktion''zugegangen am 10. Juni 1910.) Im Heft 3 des LXVI. Bandes dieser Zeitschrift teilen Abderhalden und Massini Versuche über das Verhalten des p-Aminotyrosins beim Alkaptonuriker mit; die Darreichung dieser Verbindung rief eine deutliche Steigerung der Homogentisin¬ säureausscheidung oder, besser gesagt, «des Reduktionsver¬ mögens des Harns» hervor. Verf. konnten weiter geplante Versuche an dem Patienten nicht anstellen. Es gibt mir dieses Veranlassung, einen Versuch mitzuteilen, den ich vor ca. 4 Jahren an dem gleichen Alkaptonuriker mit p-Aminophenylalanin ge¬ macht habe und den ich in meinen Untersuchungen über Alkaptonurie!) nicht erwähnt habe, weil er in ihren Rahmen nicht hineinpaßte. Tag Harn¬ menge Gesamt- N n/io-AgNOg- lösung für 10 ccm Harn Gesamt- Homo- gentisin- säure in g H:N 1. 2200 14,61 8,4 7,29 49,89 2 2200 13,55 7,8 7,08 52,25 8. 3200 16,58 5,9 7,78 46,46 10x0,5 g p-Amido- phenylalanin 4. 2200 15,80 8,8 7,98 56,50 5. 2200 14,28 7,8 7,08 48,50 6. 2200 14,88 8,4 7,29 51,05 ‘) Berichte des Kongresses für innere Medizin, 1907, und Archiv f. experim. Pathol, u. Pharmakologie, Bd. LIX, S. 273.