Über das Jecorin und andere lecithinartige Produkte der Pferdeieber. Von A. Baskoff, (Aus dem chemischen Laboratorium d. K. Instituts für experimentelle Medizin zu St. Petersburg.) (Der Redaktion zugegangen am 2. September 1908.) Unter den lecithinartisien Produkten der Pferdeleber ist es das Jecorin, das schon seit langer Zeit ein großes Interesse der Forscher erregt hatte. Das Jecorin ist bekanntlich von Drechsel1) entdeckt, der es zuerst aus Pferdeleber, nachher aus der Leber des Delphins darstellte. Zu diesem Zwecke wurde die Pferdeleber in der Hackmaschine zerkleinert und zweimal mit absolutem Alkohol extrahiert. Die vereinigten Alkoholextrakte wurden bei 40—50 0 eingedampft, bis ein halbflüssiger, gelblichbrauner Rückstand zurückblieb. Dieser Rückstand wurde mit 2—3 Volumen absoluten Alkohols durch¬ geschüttelt, wobei der größte Teil des Rückstandes unter Hinterlassung gelblicher, schmieriger Klumpen, die beim Stehen sich zusammenballten, sich löste, und dieser letztgenannte Rückstand wurde nochmals mit Alkohol, bis derselbe nichts • • mehr aufnahm, behandelt und darauf in Äther gelöst. Zur ätherischen Lösung wurden 3 Volumen absoluten Alkohols hinzu¬ gesetzt. Dabei entstand ein gelbbrauner Niederschlag, welcher wiederum in Äther gelöst und mit Alkohol niedergeschlagen wurde. Diese Operation wurde 6—8 mal wiederholt, wodurch Drechsel die Substanz rein zu bekommen glaubte. Zuletzt wurde der Niederschlag abfiltriert und im Vakuum über Schwefel¬ säure getrocknet. Er stellte eine gelbbraune Masse dar, die l) Drechsel, Journal f. prakt. Chemie, Bd. XXXIII, S. 425, 1886. Zeitschrift f. Biol., Bd. XXXIII, 1896.