Zur Bestimmung von Mannose, Arabinose, Xylose und hydrolysiertem Milchzucker. * Von R. Ö. Herzog und F. Hörtli. (Aus dem Chemischen Institut der Technischen Hochschule in Karlsruhe,! (Der Deduktion zugegangen am II). April 1901*.) ■ I// I ■ . Für die Durchführung der im IVorstehenden mitgeteilten Untersuchung war es nötig, in Lösungen der oben genannten Stoffe tien Gehalt an ihnen festzustellen. Wenn auch für Arabinose und Xylose1) Angaben zur Bestimmung vorliegen, zogen wir doch vor, wie bei den übrigen Zuckeranalysen, nach K.jeldahl2) vorzugehen, und haben demnach mit möglichst reinen Lösungen Versuche nach dessen Vorschriften angestellt, deren Frgebnisse kurz mitgeteilt sein mögen. ln einem Hrlenmeverschen Kolben von ca. 150 ccm Inhalt bringt man 30 ccm Feh ling scher Lösung und 30 ccm der Zuckerlösung und verdünnt hierauf genau auf 100 ccm. Dann leitet man einen Wasserstoffstrom durch die Flüssigkeit (doppelt durchbohrter Kork) und erhitzt während genau 20 Mi¬ nuten durch Hinstellen in ein kochendes Wasserbad. Das ge¬ bildete Küpferoxydul wird in einem Soxhletschen Asbest¬ röhrchen jjibliltriert. Nach sorgfältigem Auswaschen mit heißem Wasser, Alkohol und Äther wird das Oxydul im Luftstrom leicht in Oxyd übergeführt. Dann wird gewogen. Die Hydrolyse des Milchzuckers geschah in folgender Weise:1) 50 ccm der ungefähr l°/oigen Lösung werden im l) Seheibler, Ladenburgs Handwörterbuch d. Chem., S. 663'. — Stone. Her. d. Deutsch, ehern. Gesellseh.. Bd. XXIII, S. 3735 (1831). — Weiser u. Zaitschek, Landw.Versuchsstationen, Bd. LVIII, S. 219(1896) * Zeitschrift f. anal. Ghem., Bd. XXXV, S. 314 (1896). ■V> Vgl. Ost. Ber. d. Deutsch, chem. Ges.. Bd. XX1I1. S. 3006 i1890,.