Über das Verhalten des Atoxyls im Organismus. Von J. Igersheimer und A. Rothmann. An- <I*• ui j»liarmakolopi.srhi‘n Institut «l«»r Universität 1 i (Der KeiJaktion zupepangen am lit. März litoy.) Die vorliegenden Untersuchungen nahmen ihren Ausgang von klinischen und experimentellen Erfahrungen. Diese lehren, dali das Atoxyl in seinem Intoxikationsablauf zwar manche Ähnlichkeiten mit den anorganischen Arsenverbindungen auf- weist, im großen und ganzen aber ein wohlcharakterisiertes, spezifisches Vergiftungsbild hervorruft. Abgesehen von der groben Bedeutung des Atoxyls für die Trypanosomen waren es vor allem b Tatsachen: 1. die elektive Wirkung des Atoxyls auf das Sehorgan und ihr von den wenigen ähnlichen Beobachtungen bei Arsen vergiltung abweichender Charakter,1) - die ganz spezifische Reaktion des Zentralnervensystems der Katze (Ataxie, Spasmen, spast. Paresen) auf Atoxylver giftuug, - ) •> die das Vergiftungsbild beim Hund völlig beherrschen¬ den und nie fehlenden, starken Hämorrhagien in der Niere, die bei anorganischen Arsen-Intoxikationen sehr selten oder gar nicht beobachtet werden,2 ) die uns die Frage aufdrängten, ob eine nähere Erforschung des Schicksals der Verbindung ihre eigenartigen Wirkungen aufzuklären vermag. Schon seit Bunsen weiß man, daß die organische Ka- kodylsüure anders wirkt als die arsenige und Arsensäure, .je¬ doch ist aus zahlreichen klinischen und einzelnen experimen¬ tellen Beobachtungen über diese aliphatische Arsenverbindung nichts darüber bekannt geworden, dab ähnliche Vergiftungs- symptone danach auftraten, wie sie bei der aromatischen Arsen- verbindung, dem Atoxyl. zu linden sind. Eine zweite aromatische, von uns untersuchte As-Verbindung, das phenylarsinsaure Na ‘) Igersheimer. Her über d. XXXV. ophth. Ges. zu Heidelberg IDOS «Ausführliche Mitteilung erschein! demnächst.) ■) Igersheimer. S c h m i e d e b e r g - Festsdi r. d. Arch. f. exp. Path u Pharm . 1D0H. S 282. iVorläufige Mitteilung.)