Versuche zur quantitativen Gewinnung von Cholin aus Lecithin. 3t) 1 wieder als zusammenhängende zähe Masse ausgefällt. Es wurde abfiltriert, wieder mit Wasser in eine Emulsion verwandelt, mit Aceton gelallt und dieses Verfahren noch dreimal wiederholt. Bei der dritten und den folgenden Wiederholungen entstand eine gute Fällung mit Aceton erst, nachdem einige Tropfen Koch¬ salzlösung zugefügt worden waren. Während die ersten Filtrate deutliche Ammoniakreaktion auf Zusatz'von Natronlauge gaben, erwiesen sich die letzten als völlig frei davon. Nach der letzten Ktllung wurde das Lecithin gut mit Aceton ausgewaschen und über Schwefelsäure im Vakuum getrocknet. Von diesem Prä- j.arat stellte ich eine alkoholische Lösung her, welche in gut schließender Flasche aufbewahrt für die einzelnen Versuche diente. Alle Abmessungen (je 5 ccm) wurden mit derselben, jedesmal völlig trocknen Pipette und ganz in dör gleichen Weise vorgenommen. 5 ccm dieser Lösung enthielten 14,14 mg N und 28,SG mg P. Das Verhältnis von P:N verhielt sich also wie 1 : 1,08. Die Stickstoffbestimmungen wurden nach Kjeldahl, die Phosphor- best immungen nach Neu mann ausgeführt: o ccm verbrauchten in 4 Bestimmungen 10.2, 100, 10,0 und b>.2 ccm nio-H,S04, im Mittel also 10,1 ccm ==14,14 mg -N.' ö ccm verbrauchten in 5 Bestimmungen 52,0, 52,5, 51,0, 52,1 und 52,1 ccm n/t-NaOH, im Mittel also 52,2 ccm = 28,80 mg P. 14,14 mg N entsprechen 0,31073 g Cholinplatinchlorid. Nachdem diese Lösung verbraucht war, wurde für die weiteren Versuche eine neue Lösung hergestellt, welche in ä ccm 17,4062 mg N enthielt. 5 ccm verbrauchten in 8 Bestimmungen 12,50, 12,85, 12,45 ccm S04l im Mittel also 12,488 ccm = 17,4002 mg N. 17,4062 mg N entsprechen 0,38250 g Cholinpiatinchlorid. Versuche mit methylalkoholischer Barytiösung. Ich benutzte zunächst eine alkoholische.Lösung, da frühere 1 ntersucher mit Barytwasser schlechte Resultate erhalteil hatten. >ccm der Lecithinlösung wurden in einem Kolben mit Rück- ilußkuhler mit 100 oder 150 ccm einer gesättigten methyialko- liolischen Barytlösung eine bestimmte, in den einzelnen Ver- suolien wechselnde Anzahl von Stunden auf kochendem Wasser-