Über milchkoagulierende und proteolytische Fermente. 105 nehmen nicht viel Zeit in Anspruch, wenn man zu der Milch üa(.U im Überfluß hinzufügt. Es wäre sein* wünschenswert, die Koagulationsmethode als klinisches Verfahren zwecks Be¬ stimmung der Fermente zu prüfen. Um die Resultate ver¬ gleichen zu können, muß man den Mageninhalt mit Soda neu¬ tralisieren und der Milch Ca(d2 in einer bestimmten und reich¬ lichen Menge beifügen. Als unsere Arbeit schon beendigt war, erfuhren wir mit Vergnügen, daß in Pekelharings Laboratorium Gewin(17) zu denselben Resultaten gekommen ist. Dieser Autor hielt das hirachymosin und das Chymosin für ein und ^dasselbe Fer¬ ment: der Unterschied zwischen ihnen wird durch die Eigen¬ heiten der Beimischungen bedingt. Das Resultat des Schmidt- Nielsen sehen Versuchs erklärt er durch die Zerstörung von Stoffen, die das Ferment schützen. Zum Schluß spreche ich hochverehrtem Prof. Pawlow meinen Dank aus dafür, daß er mir das Thema vorgeschlagen hat. und lür die Ratschläge, die er mir beim Ausführen dieser Arbeit erteilte. Literatur. 1. Pawlow u. Parastschuk, Über die ein und demselben Eiwciß- : im‘nt zukommende proteolytische und milclikoagulierende Wirkung ver¬ schiedener Verdauungssäfte. Diese Zeitschrift. Bd. XL1I. “• Sawjalow, Zur Frage nach der Identität von Pepsin und Chy¬ mosin. Diese Zeitschrift, Bd. XLVI. tlanike, Ein neues Verfahren zur Untersuchung der Fcrment- wnkung und über die doppelseitige Wirkung des Stärkeferrnents im Pan¬ kreassaft. Gaseta Botkinskaja 1901 (russisch). h Tichomirow, Zur Frage über die Wirkung der Alkalien auf Kiweißferment des Magensaftes. Nachrichten der militärmedizinischen Akademie 1906 (russisch). •>. Hemmeter, Are the proteolytic and inilkkoagulating effets of gastn« and pancreatic juce due to one and the same enzyme ? (Werden 'Jm proteolytischen und milchkoagulierenden Wirkungen des Magen- und 1 ankreassaftes durch ein und dasselbe Enzym verursacht?). Beil. Klin. Vi och., 1905, .Festnummer. h- Nierenstein und Schiff, Über die Pepsinbestimmung nach /elt und die Notwendigkeit ihrer Modifikation für klinische Zwecke W Ar., Bd. VIII.