Zum Chemismus der Verdauung im tierischen Körper. XV. Mitteilung. Zur Frage über das Verhalten des Fleisches im Magen. Von E. S. London und W. W. Polowzowa. (Aus dem pathologischen Laboratorium des K. Institutes für experimentelle Medizin.) (Der Redaktion zugegangen am 8. September 1907.) In der vorliegenden Mitteilung sollen die Resultate be¬ richtet werden, die wir bei Verfütterung von Fleisch an unserem neuen Pylorusfistelhund «Usatij» erhielten. In ihren Haupt¬ zügen ist die Versuchsanordnung an diesem Hund schon zur Veröffentlichung gekommen. *) Doch möchten wir bei dieser Gelegenheit die Vorteile unserer neuen Methodik nochmals hervorheben : 1. Die Fistel trennt während des Versuches den Magen vollkommen ab von dem Darm, weil dieselbe am Anfänge des Duodenums unmittelbar hinter dem Pylorus ange¬ legt wird. 2. Durch die ins Darminnere vorspringende Scheide¬ wand der Fistelröhre nebst der beträchtlichen Weite (38/22 mm) des Fistellumens wird ein Vorbeigleiten des Speisebreies an der Fistelöffnung, welches eine Resorption im Magen vortäuschen könnte, vollkommen ausgeschlossen. 3. Die genannte Scheidewand verhindert jede Bei¬ mischung des Puodenuminhaltes zum Magenspeisebrei. 4. Die nötigen Vorrichtungen (verschiedene Röhren) können keineswegs den oralen Fistelraum verengern, indem dieselben in eine besondere Öffnung — die anale Hälfte der Fistelröhre — eingeführt werden. *) E. S. London, Diese Zeitschrift, Bd. LI, H. 3, und Bd. LIII, S. 246.